17/03/2026
𝐊𝐚𝐬𝐚𝐜𝐡𝐬𝐭𝐚𝐧 – 𝐢𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐧 𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞𝐦ü𝐝𝐞
Nachdem ich in Tadschikistan Kraft sammeln konnte, geht meine Reise quer durch Zentralasien weiter. Ich wähle den nordwestlichen Grenzübergang, um zurück nach Usbekistan zu gelangen. Sehr bequeme und günstige Zugfahrten bringen mich von Samarkand (Usbekistan) bis nach Almaty, der größten Stadt Kasachstans.
Zum ersten Mal in meinem Leben überquere ich eine Grenzkontrolle im Zug. Der ganze Ablauf dauert etwa drei Stunden. Zuerst betreten die usbekischen Grenzbeamten den Zug, um die Ausreiseformalitäten zu erledigen. Anschließend kommen die kasachischen Grenzbeamten an Bord und ich erhalte meinen Einreisestempel. Währenddessen bleibe ich entspannt in meinem Schlafabteil und lasse den ganzen Prozess über mich ergehen.
Insgesamt dauert die Fahrt von Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, nach Almaty rund 17 Stunden.
Angekommen in Almaty erwarten mich deutlich kühlere Temperaturen, und die Tage sind jetzt spürbar kürzer. Ob das Einfluss auf meine Seele hat? Oder ist es doch das Pensum an den vielen Zugfahrten in den vergangenen Wochen?
Bereits am Ende meines ersten Usbekistan-Besuchs fühlte ich mich ausgelaugt. Der Zwischenstopp in Tadschikistan brachte neue Energie – doch schon jetzt fühle ich mich mental wie körperlich wieder nicht gut. Es ist sogar schlimmer… Was ist los?
Die Zeit in der Stadt nutze ich zum Reflektieren und stelle fest: Ich bin reisemüde. Mir fehlt ein Ort, an dem ich länger verweilen kann, und dauerhaft gute Gesellschaft. Ich fühle mich allein…
Also was tun? Ich entscheide mich, an meinem Plan festzuhalten, und mache noch ein dreitägiges Abenteuer im Kolsai-Nationalpark. Die Zeit hier tut mir gut. Bei bestem Wetter habe ich noch einmal die Möglichkeit, Wanderungen zu unternehmen – unter anderem zum berühmten Kaindy-See.
Wie in den vorherigen zentralasiatischen Ländern ist es auch in Kasachstan schwierig, von A nach B zu gelangen, da die Infrastruktur oft fehlt. So wird mein letzter Tag noch einmal richtig abenteuerlich.
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