13/10/2023
Guten Morgen, meine lieben Russland....Доброе утро, дорогие друзья России !
So, der PC ist wieder heil, die Reise kann weitergehen. Allerdings wird ab Montag wieder eine Woche Pause sein, da ich eine kleine Reise mache und erst am Samstag abend wieder zu hause bin.
Aber nichts desto trotz, heute gehen wir wieder auf die Reise, und zwar in den Fernen Osten Russlands, an die Grenze zur Mongolei.
Wir besuchen den Altai (auch: das Altaigebirge), ein bis zu 4506 m hohes zentralasiatisches Hochgebirge im Grenzgebiet von Kasachstan, Russland (Sibirien), der Mongolei und China.
Es erstreckt sich über rund 2100 km Länge vom Quellgebiet der Flüsse Irtysch und Ob in Südsibirien bis in die Trockenregionen Xinjiangs und zum ostmongolischen Hochplateau. Teile des Altai sind Weltnaturerbe der UNESCO.
Der Altai gliedert sich in drei Teile, den Russischen, den Mongolischen und den Gobi-Altai, deren höchste Gipfel über 4000 m aufragen und große Gletscher tragen. Nördlich des Mongolischen Altai liegt der geografische Mittelpunkt Asiens in der Nähe der tuwinischen Hauptstadt Kysyl.
Das Gebirge ist durch die Schönheit seiner Landschaft und Flora (Naturschutzgebiet „Goldene Berge“) und die altaische Kultur ein Anziehungspunkt für Bergsteiger und Exkursionen.
Bis in Höhen von 1800 m sind die Berghänge mit Zedern, Kiefern, Lärchen, Fichten und Birken bewachsen. Bis zur Schneegrenze (2400 bis 3000 m) liegen Hochgebirgsweiden und -steppen. Der Altai ist reich an Bodenschätzen wie Kohle, Blei und Zink, aber auch Edelmetallen und Eisenerz.
Der Russische Altai oder Große Altai liegt im Grenzgebiet der oben erwähnten vier Länder, jedoch überwiegend in Russland, wo er sich über die beiden Verwaltungseinheiten Republik Altai und Region Altai (Altaiski krai) erstreckt. Er geht im Nord-Nordwesten und Norden über das Tal des Ob allmählich in das Westsibirische Tiefland über. Im Nordosten schließt sich der Westsajan und im Osten das Tannu-ola-Gebirge und das mongolische Hochland an. Im Südosten geht der Russische Altai in den Mongolischen Altai über. Im Süden und Südwesten fällt sein Gelände zum Tal des Irtysch mit dem Saissansee ab, der bei Vollstau des Buchtarma-Stausees von dessen Wasser überflutet wird. Jenseits des Flusses und der Seen breitet sich die Kasachische Schwelle aus. In Richtung Nordwesten fällt es zur Kulundasteppe ab. Der höchste Berg des Russischen Altai ist die Belucha (4506 m).
Der nordwestliche Teil des Russischen Altai bei Öskemen mit dem Belucha-Massiv (4506 m) gehört zu den Südsibirischen Gebirgen und stellt die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten der großen sibirischen Flüsse Ob und Irtysch dar. Die südöstlichen Fortsetzungen (Mongolischer Altai und Gobi-Altai) trennen zusammen mit den Gebirgen Dsungarischer Alatau und Westsajan die verzahnten Quellgebiete des Ob und des Jenissei sowie der innermongolisch versiegenden Binnenflüsse.
Der höchste Berg des gesamten Altai-Gebirges ist mit 4506 m die Belucha (russ. Gora Belucha), die sich in der russischen Republik Altai etwa 300 km östlich der kasachischen Großstadt Öskemen im Russischen Altai befindet. Dessen Gipfel ragt nur wenige Kilometer nördlich der Grenze zu Kasachstan und ungefähr 100 km nord-nordwestlich des Dreiländerecks Russland–China–Kasachstan auf.
Der zweithöchste Berg des Altai-Gebirges ist der Chüiten-Gipfel (4374 m; auch Nairamdal, Freundschafts-Gipfel), der als höchster Punkt der Mongolei an der mongolisch-chinesischen Grenze aufragt. Das Dreiländereck zwischen Russland, China und der Mongolei wird etwa 2,5 km weiter nördlich vom niedrigeren Tawan Bogd gebildet.
Oberhalb von etwa 3000 Höhenmeter (stellenweise auch darunter) sind die Kämme des Altai heute noch intensiv vergletschert, insbesondere die Nordhänge, was für die nördliche Halbkugel der Erde charakteristisch ist. Mit 1330 Gletschern auf einer Gesamtfläche von 890 km² ist das Gebirge nach dem Kaukasus eines der bedeutendsten Gletscherreservoire Russlands und Innerasiens. Wie in anderen Teilen der Welt, schmelzen auch im Altai die Gletscher (→ Gletscherschwund seit 1850). Im russischen Teil des Gebirges ist die vergletscherte Fläche bis Mitte der 2010er Jahre um etwa ein Viertel zurückgegangen. Ursache sind vor allem gestiegene Sommertemperaturen, die nicht durch die Zunahme der winterlichen Niederschlägen kompensiert werden konnte.[2]
Bemerkenswert sind die Gletscher in den Katun- und Tschuja-Kämmen, wo die Belucha das Hauptzentrum der Vereisung bildet. An ihren Flanken befinden sich einige 4 bis 9 km² große, radial angeordnete Gletscher, deren Zungen mit Gletschertoren bis herab in eine Höhe von 2320 m (Mensugletscher) gelangen.
Das gegenwärtige Relief des Altai ist stark untergliedert. Neben schroffen, steilen Gebirgskämmen sind mehr oder weniger breite Plateaus und großflächige Einsenkungen charakteristisch. Ferner umringen typische Mittelgebirgsformen sowie einzelne Gebirgsketten und Hochflächen den Gesamtaltai. Meist verlaufen diese Reliefformen in NW-SO streichender Richtung.
Umsäumt von Bergketten liegen die mit Lockermaterial aufgefüllten Ebenen – hier befanden sich in Höhen von 1000 bis 1800 m die eiszeitlichen Stauseen. Die größten und bedeutendsten dieser Art sind das Tschuja-, Kurai- und Uimonbecken, welche sich im zentralen und östlichen Teil des Gebirges befinden. Demgegenüber stehen die 2000 bis 3000 m hohen Hochplateaus, wie die Ukok-, Baschkaus-, Tschulyschman- und Terekta-Hochfläche.
Auch bei den am stärksten zergliederten, höchsten und schmalsten Gebirgsketten des Altai, wie den Katun-, Süd-Tschuja- und Nord-Tschuja-Rücken (3000 bis 4500 m), konnten alte Plateauflächen rekonstruiert werden.
Das Klima des Altai ist stark kontinental geprägt, was sich am deutlichsten in den langen, kalten Wintern zeigt. Die warmen oder sogar heißen Sommer sind dagegen kurz.
Aufgrund seiner geografischen Lage zwischen trockenen Steppenklimaten und relativ feuchten Nadelwäldern und des ausgeprägten Gebirgsklimas variieren die Niederschlagsverhältnisse innerhalb des Altai beträchtlich. Die westlichen und nördlichen Teile des Russischen Altai erhalten die höchsten Niederschläge, die dort während des ganzen Jahres niedergehen. Die südlichen Teile, insbesondere der Gobi-Altai, sind dagegen viel trockener.
Generell gilt, dass die Niederschlagsmenge mit der Höhe zunimmt. In den südlichen Steppen, die den Altai umgeben, beträgt die jährliche Niederschlagsmenge 300 mm und weniger. Auf 500 m Höhe liegt sie im Russischen Altai bereits bei 900 mm, und in den Gipfellagen werden bis zu 1500 mm erreicht.
In den Hochgebirgsbecken im Inneren des Gebirges, die im Schatten großer Bergketten liegen, nimmt die Niederschlagsmenge allerdings wieder ab und sinkt trotz großer Höhenlage teilweise bis auf 300 mm. Hier ist die winterliche Schneedecke nur sehr gering oder fehlt ganz, während in den westlichen Teilen oft Schneehöhen von 2 bis 3 m erreicht werden. An vielen Stellen des Altai trifft man auf ausgedehnte Permafrostböden.
Die großen Niederschlagsunterschiede und die verschiedenen Höhenlagen des Altai führen zu einer besonders vielgestaltigen Vegetation. Im Süden, wo sich der Altai aus den Steppen erhebt, gibt es eine untere, niederschlagsbedingte und eine obere, temperaturbedingte Waldgrenze. Die untere Waldgrenze liegt im westlichen Altai bei nur etwa 350 m, während sie im Südostaltai bis auf 1800 m hinauf klettern kann. Die obere Waldgrenze liegt bei etwa 2400 m.
Im Norden gehen die Baumbestände direkt in die Taigagebiete über. Hier gibt es nur eine Waldgrenze, diese liegt bei etwa 1500 m.
Die Tierwelt des Altai ist ebenso vielfältig wie seine Vegetation und setzt sich aus Arten der Taiga, der Steppen und der zentralasiatischen Gebirge zusammen. Der Sibirische oder Asiatische Steinbock bewohnt vor allem die steilen Hänge und Gipfelregionen. Das seltene Riesenwildschaf ist ebenfalls ein typisches Gebirgstier.
Mit Maralhirsch, Elch, Sibirischem Waldrentier, Sibirisches Moschustier und Sibirischem Reh sind die Hirsche im Altai gleich in fünf Arten vertreten. Vor allem Elch und Rentier sind aber auf die nördlichen Teile des Gebirges beschränkt.
Das Wildschwein dringt zwar kaum in die Gebirgslagen des Altai vor, lebt aber in den umgebenden Tiefländern.
Bis vor kurzem kam auch die Mongoleigazelle bis ins russische Altaigebirge vor und noch im 18. Jahrhundert wird der Wildyak als Wildtierart des Altai erwähnt. Heute ist er hier allerdings nur noch als Haustier anzutreffen.
In den Wüstengebieten des Gobi-Altai halten sich noch immer einige Wildkamele und Gobi-Halbesel. Einst lebten auch Przewalski-Pferde in den südlichen Steppen der Region, wo man sie heute wieder anzusiedeln versucht.
Die großen Raubtiere sind durch den seltenen Schneeleopard, den Wolf, den Rothund, den Luchs und den Sibirischen Braunbären reichhaltig vertreten.
In den nördlichen Gebieten trifft man auch auf den Vielfraß und ursprünglich kam sogar der Kaspische Tiger am Fuß des Altaigebirges vor.
Noch in der Neuzeit gab es Populationen der Großkatze am Saissansee und am Schwarzen Irtysch. Einzelne Exemplare wurden auch viel weiter nördlich, etwa in der Gegend von Barnaul oder in der Mongolei bestätigt. Die große Katze ist allerdings heute dort ausgestorben.
An kleineren Räubern findet man Manul, Rotfuchs, Steppenfuchs, Europäischer Dachs, Fischotter, Zobel, Steinmarder, Feuerwiesel, Altaiwiesel, Hermelin, Mauswiesel und den aus Nordamerika stammenden Mink.
Durch die Abgelegenheit des Altai (und ebenso im nahen Sajangebirge) hat sich unter den Säugetieren eine Artenzusammensetzung erhalten, die jener des Pleistozäns im letzten Glazial entspricht. Der östliche Altai fungiert somit als Refugium für Säugetiergemeinschaften der letzten Eiszeit. Auch der Wisent kam noch im Mittelalter im Altai vor. Möglicherweise waren die Rinder sogar bis ins 18. Jahrhundert anzutreffen. Eine Herde von etwa 40 Flachlandwisenten, die allerdings zunehmend an Inzucht leidet, wird mit dem Ziel einer späteren Auswilderung in einem Zuchtzentrum im Altaigebirge gehalten.
Typische Kleinsäugetiere der Hochgebirgsregionen sind der Alpenschneehase, das Graue Murmeltier und Pfeifhasen. In den Wäldern trifft man auf Eichhörnchen, Burunduk, Europäische Gleithörnchen, und Waldlemminge, außerdem auf Ostschermaus, Rötelmaus, Waldmaus, Birkenmaus und Zwergmaus. In den Steppen des Altai findet man ebenfalls einige kleine Säugetiere, wie zum Beispiel den Feldhasen, das Steppenmurmeltier, verschiedene Ziesel, Feldhamster, Steppenlemminge und Langohrigel.
Als weitere Kleinsäuger dieser Region seien noch Wanderratte, Feldmaus, Erdmaus, Hausmaus, Teichfledermaus, Wasserfledermaus, Kleine Bartfledermaus, Großer Abendsegler, Nordfledermaus und Große Bartfledermaus genannt.
Unter den Vogelarten des Altai fallen besonders einige eindrucksvolle Greifvogelarten auf. Darunter sind Gänsegeier, Mönchsgeier, Steinadler, Steppenadler, Fischadler und Wanderfalke wohl die Eindrucksvollsten.
In Gewässernahe leben Schwarzstörche, Graureiher und etliche andere Wasservögel. In den Hochgebirgslagen treffen wir auf einige Hühnervögel, wie das Altai-Königshuhn und verschiedene Schneehühner. Charakteristische Vogelarten der Gebirgsnadelwälder sind das Stein-Auerhuhn, Haselhuhn, Habichtskauz, Unglückshäher, Dreizehenspecht, Hakengimpel und Blauschwanz.
Aufgrund des relativ kühlen Klimas finden wir im Altai nur relativ wenige Reptilien und Amphibien, etwa die Waldeidechse, die Kreuzotter, die Wechselkröte und die Erdkröte.
Eine besonders schöne Insektenart der Gebirgslagen des Altai ist der Apollofalter.
Die Ureinwohner des Altaigebietes sind verschiedene Turkvölker, Mongolen und Sinotibetische Völker, sowie einige andere heute ausgestorbene Paläosibirische Völker, die vor allem Viehzucht betreiben. Ihre Herden bestehen meist aus Schafen, Ziegen, Pferden und Yaks. In den trockenen, südlichen Regionen finden auch Kamele Verwendung. Das Urvolk in den zentralen Teilen des Altai sind die Altaier, die etwa 50.000 Köpfe zählen. In den nordöstlichen Gebieten des Altai, die an das Sajangebirge grenzen, leben die Tuwiner, die wie die Altaier zu den Turkvölkern zählen. Im russischen Teil des Altai, der aus den beiden Verwaltungsgebieten Republik Altai und Region Altai (Altaiski Krai) besteht, leben mehrheitlich Russen.
Da das Altaigebirge bis heute nur sehr dünn besiedelt und wenig erschlossen ist, hielten sich die menschlichen Einflüsse in Grenzen. Die Bevölkerungsdichte liegt meist bei weniger als einem Einwohner pro Quadratkilometer.
Schon seit alter Zeit werden im Altaigebirge Weizen, Hafer, Gerste, Hirse und Flachs angebaut, meistens in künstlich bewässerten Steppentälern. Neuerdings werden auch im Gebirgsaltai Kartoffeln, Äpfel, Pflaumen und Birnen gezüchtet.
Jagd und Fischfang spielen noch immer eine große Rolle, während umfangreiche Holznutzung bisher fast nur in den Randgebieten das Altai stattfindet.
Auf einigen Maralfarmen werden Maralhirsche wegen ihrer wertvollen Geweihe gezüchtet. Aus den Samen der Sibirischen Zirbelkiefer („Zedernüssen“) wird Speiseöl gewonnen.
Besonders im Nordwesten ist der Altai reich an Bodenschätzen. Kupfer, Gold, Silber und Eisen werden hier schon seit dem Altertum gewonnen. Heute wird auch Asbest und Phosphorit gefördert. Dennoch gibt es nahezu keine Industrie in dem Gebiet. Auch der Tourismus spielt noch eine sehr geringe Rolle.
Der Russische Altai wird nur durch eine einzige größere, wetterfeste Straße erschlossen, die von Barnaul nach Chowd in der Mongolei führt. Eisenbahnlinien fehlen, und die Flüsse sind nicht schiffbar.
Ihr seht, es gibt auf dieser Erde wirklich noch Gegenden, in die man nicht ohne Weiteres mit dem Auto reisen kann.
Wir lesen uns wieder, wenn ich aus meinen Kurzferien zurück bin. Bis dahin habt eine schöne Zeit und seid gespannt auf die weitere Reise...До тех пор, хорошо провести время и с нетерпением ждать продолжения путешествия !