Jonathan Basel

Itinéraire

Jonathan Basel Unterwegs auf Europas Wasserstrassen
Reiseberichte von Donau, Main, Lahn, Rhein, Götakanal, Oder, Havel, Elbe und diversen Kanälen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Unsere Liegeplätze/Ankerplätze und die von uns gemessenen Fliessgeschwindigkeiten der Flüsse.

15/10/2026

... noch ein letztes Video und eine Umarmung Frankreichs für unsere tolle Saison 2026. Der goldene Abschluss auf Seine und Yonne hat uns ein letztes Mal für dieses Jahr verzaubert. Übrigens: Wer diese schöne Region mal selber bereisen will, findet in Joigny und Migennes zwei äußerst freundliche und kompetente Mietbasen, um Yonne, Canal du Bourgogne und Canal du Nivernais zu erkunden.

30/09/2026

Zwei Tage Rundreise durch Paris auf eigenem Kiel

​Es gibt diese magische Rundtour mitten durch La Ville Lumière, die wir seit unserem ersten Mal vor 26 Jahren nie mehr vergessen haben.

​Sie führt von der Seine über den industriellen Canal Saint-Denis (Berufsschifffahrtsstraße, 7 Schleusen [62 × 8 m bei 4,4 m Höhe], 7 km, 7 Std.) hinauf zum Port de Pantin. Über den historischen, romantischen Canal Saint-Martin mit seinen 4 Doppelschleusen und einer einfachen Schleuse (42 × 7,60 m bei 4,2 m Durchfahrtshöhe) geht es über 5 km und durch zwei Tunnels in 3 Stunden wieder hinab in die Seine.

​Auf der Seine schippert man entlang vieler der bekanntesten Highlights von Paris: Notre-Dame, Louvre, Pont Neuf und natürlich dem Eiffelturm, um nach Durchquerung einer Großschifffahrtsschleuse wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen.

​Liegestellen:

​Gratis-Anleger ohne Service in Rueil-Malmaison (RER-Zugverbindung ins Zentrum)

​Gratis-Anleger ohne Service im Port de Pantin (Métro ins Zentrum)

​Marina im Bassin de la Villette zuoberst und Port de l’Arsenal zuunterst im Canal Saint-Martin (ca. 4–5 €/m Bootslänge)

​Die Liegestellen im Canal Saint-Denis würde ich meiden.

​Die Vignette für die Pariser Kanäle kostet ca. 65 €/Woche (es gibt auch Tageskarten; im Herbst 2026 mussten wir nichts bezahlen). Der Einzug erfolgt durch das Personal an einer der Schleusen.

​Fazit: 26 Jahre habe ich nun von dieser Rundfahrt träumen müssen. Vor allem den Canal Saint-Martin mit seinen romantischen Bogenbrücken, den historischen Schleusen und dem grandiosen, 2 km langen Tunnel (10 m breit!), aber auch die spektakuläre Stadtdurchfahrt auf der Seine wollte ich unbedingt noch einmal erleben.

Geheimtipp für Trailer-Skipper: Paris auf eigener Welle erobern! ⚓🥐​Schockierende 26 Jahre ist es her, dass wir mit unse...
29/09/2026

Geheimtipp für Trailer-Skipper: Paris auf eigener Welle erobern! ⚓🥐

​Schockierende 26 Jahre ist es her, dass wir mit unserem allerersten Boot – einer trailerbaren MacGregor 26 – Paris auf dem Wasserweg erkunden wollten. Der Canal de l’Ourcq schien uns damals die perfekte Einflugschneise.

​Heute ist unser Boot für diesen reizenden Kanal leider etwas zu gut genährt… 😅 Aber ich konnte es nicht lassen und habe ihn vom Land aus besucht. Und was soll ich sagen? Immer noch idyllisch, tiefgrün und mit nostalgischem Narrowboat-Vibe, der direkt nach England schmeckt!

​Dein nächster Törn sieht genau so aus:

​Trailer ankoppeln, Boot schnappen und ab nach Meaux zum Einwassern. Von hier aus hast du die Qual der Wahl:

​Etwas Natur gefällig? 60 km bergauf bis Troesnes schippern. 7 Schleusen.

​Oder direkt das volle Großstadt-Abenteuer? 50 km entspannt Richtung Paris tuckern! 4 Schleusen.

​In Paris wartet dann das absolute Highlight: Vom Canal de l’Ourcq geht es nahtlos weiter in den historischen Canal Saint-Martin – mitten durchs Herz des romantischen Paris! Du schiebst dich durch alte Doppelschleusen und einen sagenhaften 2 km langen, aber 10 m breiten Tunnel direkt in die Pariser Marina Port de l'Arsenal.

​Nach der letzten Schleuse spuckt dich der Kanal direkt auf die Seine aus – und BOOM: Notre-Dame, Louvre, Pont Neuf, Eiffelturm! Alles um dich herum, Postkarten-Kulisse in 360 Grad. Reizüberflutung vom Feinsten! 😍

​Zurück geht’s (wenn du willst) über den etwas „rustikaleren“ Canal Saint-Denis. Wer es gerne industriell-charmant mag, investiert für die ca. 7 km mit 7 Schleusen zwar gefühlt 7 Stunden – aber hey, es ist schließlich Urlaub! Wer lieber auf Nummer sicher geht, genießt einfach noch einmal die Pracht des Canal Saint-Martin.

​Die harten Skipper-Fakten:

Literatur: Guide Fluvial Nr. 21 'Seine'

​Vignette: Du brauchst keine teure VNF-Vignette! Die spezielle Pariser Kanal-Vignette gibt’s für ca. 65 € pro Woche direkt beim Einwassern oder an der ersten Schleuse.

​Anlegen: Auf dem Canal de l’Ourcq gibt’s viele gratis Plätze. In der Innenstadt von Paris ist Wildcampen am KAI streng verboten (hust… wir wurden aber nicht verhaftet 🙈). Im Canal Saint-Denis gibt es einige gratis Liegemöglichkeiten und im Canal Saint-Martin ganz oben & ganz unten je eine Marina 'mit alles'.

​Zeitfenster: Canal de l'Ourcq und Paris 1-2 Wochen. Die Rundreise Saint-Denis – Saint-Martin – Seine (auch für Boote bis 5x30m bei 3.5m Höche) machst du locker in 2–3 Tagen.

Der Canal de l’Ourcq ist bis zur ersten Schleuse breit aber sehr industriell (wir sind daher heuer nur bis zum gratis Liegeplatz im Port de Pantin geschippert – feucht-fröhliche Sommerstimmung inklusive! 🎉), aber richtig traumhaft wird er erst hinter der ersten Schleuse.

​Fazit: Mehr Abwechslung, Kultur und Natur kannst du in 1–2 Wochen auf dem Wasser nicht erleben!

​📐 Maße & Schranken (Canal de l’Ourcq):

​Schleusen: min. 3,10 m x 15 m (Achtung, schmal!)

​Brücken: min. 2,70 m Durchfahrtshöhe

​Kanalbreite: 7 bis 15 m

​📞 Wichtige Telefonnummern:

​Oberer Canal de l’Ourcq (COT Meaux): +33 (0)1 60 09 95 00

​Zentrale / Notfall: +33 (0)1 44 89 14 14 (Service Central des Canaux)

​Canal Saint-Denis & Canal Saint-Martin: +33 (0)6 88 38 14 87

​Leinen los und Ahoi! 🚤🇫🇷

Nach 11 Jahren endlich wieder mal in Paris fest gemacht. Ein paar Tage geniessen wir die Stadt in goldenen Herbsttagen. ...
23/09/2026

Nach 11 Jahren endlich wieder mal in Paris fest gemacht. Ein paar Tage geniessen wir die Stadt in goldenen Herbsttagen. Danach geht's weiter Seine und Yonne zu Berg in den Burgunder über Winter.

09/09/2026

Auf der wunderschönen Somme 🇫🇷

Ein Flüsschen wie aus dem Bilderbuch: wildromantisch, naturbelassen und gespickt mit eindrucksvollen Städten. Auf über 170 Kilometern schlängelt sich die Somme durch eine traumhafte Landschaft.

​Die 23 elektrifizierten Schleusen werden von freundlichen Schleusenmeistern kostenlos für uns Skipper bedient. Da selbst im August wenig los ist, ruft man einfach 30 Minuten vor Ankunft die zentrale Servicenummer an, und der Schleusenwärter wartet bereits vor Ort. Entlang des Flusses gibt es unzählige Liegemöglichkeiten – alle gratis! Lediglich Wasser und Strom werden per App bezahlt. Auch Absauganlagen und eine Dieseltankstelle sind vorhanden.

​Mit ca. 6 m Breite sind die Schleusen etwas geräumiger als das klassische Freycinet-Maß, bei 39 m Länge. Die maximale Durchfahrtshöhe beträgt 3,6 m, und mit 1,4 m Tiefgang hat man überall ausreichend Wasser unter dem Kiel.

​In Saint-Valery an der Mündung bietet ein Vermieter vier ehemalige Nicols-Boote an, die führerscheinfrei gechartet werden können. Eine Woche reicht für die gesamte Strecke hin und zurück allerdings nicht aus. Zwei Wochen sind besser – wir haben uns sogar ganze vier Wochen Zeit gelassen!

​Die Anreise auf eigenem Kiel ist sowohl über den Ärmelkanal als auch binnen möglich. Der einfachste Binnenweg führt über den Canal du Nord (von Paris bzw. Lille, Gent, Antwerpen). Deutlich idyllischer reist man über den Canal de Saint-Quentin oder die reizvolle Sambre an. Übrigens: ab 2027 könnte auch die obere Somme, Saint Quentin - Ham - Peronne, wieder durchgehend befahrbar sein!

​Fazit: Wir sind auf keinen getroffen, der nicht restlos begeistert von der Somme war! Selbst in der Hochsaison gibt es wenig Verkehr und reichlich freie Liegeplätze. Dazu kommen ausgesprochen freundliche Schleusenwärter (kein VNF-Revier – wer von der See kommt, spart sich die Vignette!), herzliche Menschen, unberührte Natur und tiefenentspanntes Schippern.

Fliegen ist nicht schöner – muss aber trotzdem ab und zu sein!Auf der belgischen Schelde verbogen, auf Dender und Sambre...
17/08/2026

Fliegen ist nicht schöner – muss aber trotzdem ab und zu sein!

Auf der belgischen Schelde verbogen, auf Dender und Sambre unter Wasser notdürftig wieder gerichtet, bekam der malträtierte Propeller heute am Ende der Somme endlich seine wohlverdienten Streicheleinheiten.

Wie gut, dass mir der liebe Hans Schnettberg vom Yachtclub Hase-Ems in Meppen noch in seinem letzten Lebensjahr gezeigt hat, wie man mit einfachsten Mitteln einen verbogenen Propeller wieder richten kann.

Hans, du wirst uns immer in unseren Gedanken begleiten! ❤️

Und nun dreht er wieder kräftig seine Runden und bringt uns die schöne Somme hinauf – zurück zum Canal du Nord und weiter gen Paris. 🚤

Der 1. August 🇨🇭 wird hier mit einem spektakulären Himmelsfeuerwerk zelebriert!
01/08/2026

Der 1. August 🇨🇭 wird hier mit einem spektakulären Himmelsfeuerwerk zelebriert!

Unterwegs auf der SambreSeit einer Woche sind wir wieder auf dem Wasser und fahren ab Hautmont die französische Sambre z...
26/07/2026

Unterwegs auf der Sambre

Seit einer Woche sind wir wieder auf dem Wasser und fahren ab Hautmont die französische Sambre zu Berg. Schon der belgische Abschnitt oberhalb von Charleroi hat uns begeistert. Doch je näher man der Scheitelhaltung kommt, desto schöner wird das Flüsschen.

Oft ist es kaum 15 Meter breit und wird von Bäumen und Büschen gesäumt, die stellenweise nur etwa fünf Meter Durchfahrt freilassen. Genau solche Gewässer lieben wir.

Gemächlich schlängeln wir uns durch eine herrlich grüne Landschaft – kaum zu glauben, wenn man bedenkt, wie trocken es in den letzten Wochen war. Im Oberlauf führt die Sambre zwar rund 50 Zentimeter weniger Wasser als üblich, dennoch kamen wir mit unserem Tiefgang von 1,10 Metern überall gut durch. Manchmal blieb zwar nicht mehr viel Reserve, aber es reichte stets. Bei normalem Wasserstand dürfte deshalb auch ein Tiefgang von mindestens 1,60 Metern problemlos möglich sein.

Ab der französischen Grenze wird das Reisen noch entspannter: Die Schleusen lassen sich bequem per Fernbedienung bedienen, während sie in Belgien noch von Hand gekurbelt werden.
Entlang der Strecke finden sich zahlreiche schöne und kostenlose Liegeplätze – einige sogar mit Wasser- und Stromanschluss. Da fällt es schwer, einfach vorbeizufahren.

Nur in der Scheitelhaltung trafen wir auf starken Pflanzenbewuchs im Wasser. Ansonsten war der Fluss erstaunlich frei von Wasserpflanzen. Hoffentlich bleibt das auch auf der nun folgenden Talstrecke so.

Unser Fazit: Nach der belgischen Leie und der Dender schafft es nun auch die Sambre auf unsere persönliche Liste der schönsten Gewässer. Wer von Holland Richtung Süden unterwegs ist, sollte diese Route unbedingt in Betracht ziehen. Sie ist eine landschaftlich reizvolle und deutlich ruhigere Alternative zur Maas, zum Canal de Saint-Quentin oder zum Canal du Nord – und für uns definitiv eine der schönsten Wasserstrassen, die wir bisher befahren haben.
.. und wenn Du Dich fragst, wo denn all die anderen Boote sind: das fragen wir uns auch. Definitiv nicht hier!

Nach acht Jahren haben wir gestern tatsächlich wieder eine VNF-Vignette erworben – ein Ereignis irgendwo zwischen Nostal...
15/06/2026

Nach acht Jahren haben wir gestern tatsächlich wieder eine VNF-Vignette erworben – ein Ereignis irgendwo zwischen Nostalgie und administrativer Mutprobe. Heute dann gleich die erste 🇫🇷 Schleuse auf Grün.

Nachdem wir auf der belgischen Sambre noch von erstaunlich fitten Schleusenmeistern per Hand durch die Schleusen gekurbelt wurden, begegnet uns nun die französische Variante des unbegrenzten Fortschritts: Der Schleusenmeister sitzt irgendwo im Land, ergonomisch korrekt im Bürostuhl, und erklärt mir über die Gegensprechanlage mit der Ruhe eines Zen-Mönchs, wie ich es doch bitte schaffe, dass ein Automat mir eine frisch geladene – vermutlich auch hygienisch einwandfrei optimierte – Fernbedienung in einem eleganten Plastikkoffer ausspuckt.

Dieser freundliche, in lupenreinem Französisch sprechende Bürobeamte dürfte übrigens auch schon leise das Gefühl haben, dass seine Berufsbezeichnung bald eher historisch klingt. Denn eine hochmoderne Ausgabestelle steht bereits fast fertig bereit: Schließfächer für Fernbedienungen, QR-Code-Scanner zur Vignettenverifizierung und vermutlich demnächst noch ein emotionales Begrüßungshologramm.

Und doch: Vielleicht ist genau diese Art von Modernisierung die letzte Rettung der französischen Wasserwege. Vielleicht hält nicht die Tradition, sondern gerade der gepflegte Büroautomat die Infrastruktur am Leben. Und wer weiß – vielleicht wird der eine oder andere frühere Schleusenmeister zum Algengärtner umgeschult, um die Kanäle wieder in den pre-Corona-Zustand zu versetzen.

Auf der wunderschönen Sambre scheint es jedenfalls zu funktionieren: Sie liegt vor uns in satten Blau- und Grüntönen, fast so, als hätte jemand sie bewusst auf „Postkarte“ gestellt. Und wir genießen diesen großartigen Wasserweg weiter – solange er uns noch persönlich begrüßt oder zumindest per Gegensprechanlage höflich duldet...

Pfingsten! Marina – nur wir allein in traumhafter Gegend. Wir sind erst das zweite Boot hier in diesem Jahr. Aufgerufen ...
24/05/2026

Pfingsten! Marina – nur wir allein in traumhafter Gegend. Wir sind erst das zweite Boot hier in diesem Jahr. Aufgerufen werden 10 € inklusive Wasser und Strom.

Die Dender: Ein romantisches Flüsschen, das durch die belgischen Ardennen mäandert. Schleusen zum Kurbeln, Schleusenwärter zum Quatschen – und die schönsten Liegeplätze sind gratis.

Wenn das nicht dein nächstes Urlaubsziel wird!

Adresse

Paris
89000

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