05/06/2026
Llanes in Asturien war einst Walfanghafen. Seeleute der Stadt stellten Schiffe samt Besatzung für die Armada von 1588 gegen England. Heute ist Llanes ein beliebter Ferienort. Im Hafen hat der baskische Maler Agustín Ibarrola Steinquader des Küstenschutzes zu seinem Kunstwerk Los Cubos de la Memoria verarbeitet.
Am Stadtrand treffen sich die Wohnmobilisten Europas, denn hier gibt es einen kostenlosen Stellplatz für mindestens 40 Fahrzeuge - Kastenwagen, Joghurtbecher und andere, nur autark müssen sie sein. Ansonsten ist das Parken für derartige Fahrzeuge aus nachvollziehbaren Gründen nicht erwünscht.
Costa Verde - die grüne Küste wird ihrem Namen gerecht. Die Felsen fallen meist steil ins Wasser, unterbrochen durch kleine und große Buchten, aus denen schon einmal ein Wasser ins Meer mündet. Der Gezeitenhub des Atlantik ist gewaltig, bei Flut sind die Sandstrände kaum existent, bei Ebbe musst du sehr weit laufen, um mit mehr als den Füßen ins Wasser zu kommen. Und hinter der Küste ragen gleich die Picos de Europa hervor.
Auch in Spanien sind die Restaurantpreise ins Astronomische gestiegen. Hier, wo die Mahlzeiten immer preisgünstig, üppig und von guter Qualität waren. Das sind sie auch noch, nur gefühlt doppelt so teuer als vor zehn Jahren. Aber heute war eine Fabada Asturiana fällig, ein Weißer Bohnen-Eintopf mit Chorizo, Blutwurst und Speck. Auch die hiesigen Köse sind bemerkenswert: würzig und kräftig. Es sind ja auch sehr viele Rinder auf den Weiden.
Es sind nicht wenige Wohnmobile unterwegs, hier im Norden Spaniens. Es gibt genügend Stellplätze, jetzt vor der Saison meist kostenlos. Es ist klar gekennzeichnet, wo die Kisten nichts verloren haben, damit kann man doch leben.