10/09/2025
Drei Wochen, 2.000 Kilometer, unzählige Eindrücke: Unser Roadtrip durch Albanien war spannend, inspirierend, überraschend und manchmal auch ziemlich herausfordernd.
Eines unserer Highlights war definitiv Theth im gebirgigen Norden: Hier wanderten wir u.a. zum Blue Eye und zum Grunas-Wasserfall – kristallklares Wasser, wilde Natur und traumhafte Ausblicke. Wer Ursprünglichkeit, Berge und Wandern liebt, dem wird es hier gefallen.
Eine kulinarische Besonderheit war der Besuch bei Mrizi i Zanave Agroturizëm in Fishtë. Der Gründer Altin Prenga gilt als Pionier der albanischen Slow-Food-Bewegung. Was hier auf den Tisch kam, war äußerst lecker – frisch, regional und voller Geschmack.
In Shkodra – wo wir einen Zwischenstopp einlegten – begeisterten uns die Altstadtgassen, die osmanische Brücke und die Venice Art Mask-Factory. Hier werden u.a. Masken für internationale Film-Produktionen wie Eyes Wide Shut, von Hand aus Papp-Maché gefertigt!
Die Küstenorte wie Durrës, Vlora und Ksamil konnten uns dagegen weniger überzeugen. Vielerorts beeinträchtigen Bausünden aus früheren Zeiten und zahlreiche Baustellen das Gesamtbild. Zudem ist es sehr voll, laut und stellenweise vermüllt. Die Greencoast, die als eines der exklusivsten Ferienziele Albaniens beworben wird, befindet sich derzeit noch in der Entstehung und wird sicher noch einige Jahre eine Baustelle bleiben. Absolut sehenswert sind der Butrint-Nationalpark und die antiken Ruinen bei Ksamil. Auch Syri i Kaltër („das Blaue Auge“) ist einen Besuch wert.
Abseits der Küste haben uns besonders die historischen Städte Gjirokastër und Berat begeistert, beide UNESCO-Weltkulturerbe: verwinkelte Altstädte, imposante Burgen und traumhafte Ausblicke. Auch Korça hat uns überrascht: mit seinem alten Basar, der wunderschönen Kathedrale – auf die wir von unserem Hotel einen Traumblick hatten – und dem Biergarten der Korça-Brauerei. Das Bier schmeckt super und war mit 80 Cent einfach unschlagbar günstig!
Zum Abschluss unserer Reise verbrachten wir noch eine Nacht in der Top Villa Durres an einem idyllischen See, nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt. Absolut empfehlenswert. Nach den intensiven Sightseeing-Tagen konnten wir hier wunderbar am Pool entspannen, in Ruhe packen und hatten es anschließend nicht weit bis zum Airport.
Fazit: Ein Roadtrip durch Albanien ist spannend, aber nicht immer einfach. Auf Google-Maps sollte man sich in ländlichen Gegenden nicht verlassen. Die Straßen sind oft herausfordernd, vieles ist noch im Aufbau, manches chaotisch und einiges schlicht anders. Abseits der überfüllten Küsten hat uns das Land jedoch mit seiner beeindruckenden Natur, den freundlichen Menschen, der Kultur und der Gastfreundschaft begeistert.
: Kennt ihr Albanien oder plant ihr eine Reise dorthin? Wie sind Eure Erfahrungen oder Meinungen?