26/11/2023
Schleswiger-Zeitungsartikel vom 25.11.2023:
Am 25.11.2023 erschien ein Artikel von Sven Windmann, der am 24.11.2023 mit mir (Eigentümer ) im ehemaligen Bahnhofsgebäude zur aktuellen Maßnahme gesprochen hat.
Da in den Kommentaren (wie gewohnt) mit einer Ausnahme weder sachlich noch konstruktiv kommentiert wird (wen wundert´s, ist schließlich auch eine Frage des Intellekts), nachfolgend die Beweggründe und Ursachen für die erneute Maßnahme:
Nachdem die Bahn AG per Gerichtsbeschluss im Jahr 2022 verurteilt wurde, die Betriebskosten (Reinigung, Strom, Wasser, Reparaturen...etc.) für die kostenlos zur Verfügung gestellten WC-Räume zu übernehmen und die DB daraufhin nichts unternahm und die WC-Anlage verschlossen hielt, habe ich die DB aufgefordert, die Reinigung umgehend vorzunehmen und die angefallenen Kosten umgehend zu begleichen.
Die DB-Rechtsabteilung in Frankfurt teilte mir daraufhin mit, dass die DB das Bahnhofsgebäude mittlerweile entwidmen ließ (nun also keine erforderliche Eisenbahn-Betriebsanlage mehr) und die WC-Anlage wie auch die Wartehalle von der DB nicht mehr benötigt wird und die DB darauf künftig verzichten wird. Auch die anderen Räumlichkeiten und im Gebäude verbauten Anlagen werden künftig nicht mehr benötigt und wird künftig verzichtet.
Nach monatelanger Ausarbeitung einer schriftlichen Vereinbarung und Grundbuchlöschung der eingetragenen Rechte (es mussten alle DB-Tochtergesellschaften zustimmen und unterschreiben), wurde nun die von allen unterzeichnete Vereinbarung vergangene Woche zugestellt.
Da weder Bahn, noch die Stadt also für die Reinigung, Stromkosten, Heizungskosten...etc. der WC-Anlage und Wartehalle übernehmen wollte, ist mein Bautrupp aus Leipzig am 23.11.2023 angereist um verschiedene Reparaturen auszuführen und gleichzeitig den Zugang zur Wartehalle so vorzunehmen, dass noch ein Zugang zum DB-Reisezentrum möglich ist.
''Wie es in der Wartehalle, WC-Räumen und im Laubengang zuvor ausgesehen hat, wurde ja bereits mehrfach von der Schleswiger Zeitung dargestellt. Dieser Vandalismus mit Brandstiftung, Dreck, Urin und Kot war nicht länger hinnehmbar.
Die Stadt wurde über diese aktuelle Maßnahme vorab informiert. Ich möchte betonen, dass ich mit der Stadt Schleswig keinerlei Streit führe (die unterschiedliche Auffassung über die Zuständigkeiten der Bauverwaltung sind entschieden und für mich beigelegt.
Der bereits 05/2015 vorgelegte und 07/2016 abgeänderte Bauantrag kann nach der Löschung der DB-Nutzungsrechte nun aktualisiert und im Januar 2024 der Bauverwaltung vorgelegt werden.
Wie bereits mehrfach erwähnt, sehe ich aktuell keine Streitthemen mit der Stadt Schleswig. Meine mehrfach mitgeteilte Bereitschaft an der Findung einer Lösung für die WC-Problematik steht nach wie vor.
Auch wenn Herr Dose dies als "Kuhhandel" betrachtet, sehe ich meinen gemachten Vorschlag als legitime und machbare Lösung des WC-Problems. Sollte die Stadt dies anders sehen, ist es ihr gutes Recht diesen Vorschlag auszuschlagen. Es ist und sollte allen klar sein, dass im üblichen Geschäftsleben die Interessen beider Parteien legitim sein sollten und nicht abwertend als "Kuhhandel" bezeichnet werden.
Im Bauantrag von 2015/2016 wurden 40 Stellplätze als erforderlich berechnet. Die Stadt Schleswig würde demnach von diesem "Kuhhandel" über die Jahre/Jahrzehnte mehr profitieren.
Aktuell gibt es aus meiner Sicht lediglich Diskrepanzen mit der Denkmalbehörde bezüglich der Höhe der Stahlgalerie, die aus meiner Sicht und meiner Kompromissbereitschaft lösbar wäre.
Anmerkung zum Schluss: Sachliche und Konstruktive Vorschläge oder Kommentare sind jederzeit willkommen und in der zivilisierten Welt üblich. Beleidigungen, persönliche Angriffe werden gelöscht oder zur Anzeige gebracht.
Es sollte akzeptiert werden, dass man unterschiedliche Auffassungen und Sichtweisen zu bestimmten Themen haben darf und dies kommuniziert. Persönliche Anfeindungen und Beleidigungen werden aber nicht toleriert - dies lässt gerade in der heutigen Zeit leider oft zu wünschen übrig.
MfG
Hubert Herr