06/02/2014
Pressemitteilung unserer Kreisvorsitzenden
Ein Plädoyer für die steuerliche Selbstanzeige
„Die aktuellen Fälle von Herrn Uli Hoeneß und Frau Alice Schwarzer,
die eine heftige politische Debatte über Sinn und Zweck der steuerlichen
Selbstanzeige ausgelöst haben, zeigen deutlich, dass das Instrument
der Selbstanzeige seine Berechtigung hat“, so Silke Kurz,
Vorsitzende der Frauen Union Reutlingen und Fachanwältin für Steuerrecht.
Die Selbstanzeige eröffnet reuigen Steuersündern die Chance,
straf- oder bußgeldfrei auszugehen, sofern sie unrichtige Angaben
gegenüber der Finanzbehörde korrigieren und die danach geschuldete
Steuer nachentrichten. Sie eröffnet aber zugleich auch dem Staat die
Möglichkeit, die bislang nicht gezahlten Steuern zuzüglich Zinsen einfach
und effizient zu vereinnahmen.
„Politische Stimmen aus den Reihen der SPD möchten die Selbstanzeige
gar gänzlich abschaffen und Politiker der Grünen fordern zumindest eine
Einschränkung der strafbefreienden Wirkung der Selbstanzeige.
Doch steht bei dieser Debatte die Bestrafung von Steuersündern oder das
Fiskalinteresse des Staates im Vordergrund? Durch die Möglichkeit der
strafbefreienden Selbstanzeige kehren reuige Steuersünder in die
Steuerehrlichkeit zurück und verschaffen dem Staat die Einnahmen,
die diesem rechtmäßig zustehen. Dies dient dem Fiskalinteresse des
Staates und sollte im Vordergrund stehen.
Die Selbstanzeige ist ein bewährtes und geeignetes Instrument,
um in die Steuerehrlichkeit zurückzufinden und schlussendlich dem
Fiskalinteresse des Staates Rechnung zu tragen und sollte daher
beibehalten werden“, so Silke Kurz, Vorsitzende der Frauen Union
Reutlingen und Fachanwältin für Steuerrecht.