30/03/2025
Hallo liebe Pixelcamper-Gemeinde 😍!
Seid ihr noch alle da? Wir sind endlich auch wieder am Start. Asche auf unser Haupt - die letzten Wochen nach unserer Ankunft "Zu Hause" waren turbulent. Es gab soooo viel zu tun und zu organisieren.
Jetzt sind wir fast 2 Monate wieder in Deutschland und liefern endlich mal die Reisebilanz unseres Roadtrip quer durch Europa, vom Nordkapp bis Gibraltar nach - für alle die es interessiert.
12 Länder lagen auf unserem Weg (geplant waren eigentlich viel mehr). Unsere absoluten Favoriten - Norwegen, Frankreich, Schweiz. (Vorerst) Ausgefallen sind das Baltikum, Schottland, Irland und UK.
339 unvergessliche Tage und Nächte mit sooooo vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen die für immer bleiben.
Wir haben sehr viele tolle Menschen getroffen, aber das eine oder andere Mal auch in kleinere menschliche Abgründe geschaut. Wir haben uns fast überall sicher gefühlt (wenn nicht sind wir einfach weitergefahren) und hatten keinerlei negative Erfahrungen mit Klein- oder Großkriminellen.
Unsere Lotte hat uns zuverlässig und quasi pannenfrei durch ganz Europa kutschiert. Ein abgefahrener Außenspiegel. Ein Satz Reifen. Eine gerissene Windschutzscheibe durch Steinschlag. Insgesamt 36.017 km, 794 Stunden Autofahren, Verbrauch 9.9Liter/100km (trotz einem Gewicht von 4.5t).
Besondere Vorkommnisse: Keine Krankheiten, nicht mal ein Schnupfen. Eine abgebrochene Zahnkrone (repariert), eine verlorene Kreditkarte (rechtzeitig gesperrt), Windstärke 11 in Norwegen (heftig). Eine Alkoholkontrolle, eine Gewichtskontrolle (Auto!). Beides negativ.
Ansonsten - Kein einziges Ticket auf 36tkm 🥳! Mit der Bilanz sind wir sehr zufrieden.
Achja - mehr als 10.000 Fotos sind auf dieser Reise entstanden und sehr viel Videomaterial das noch bearbeitet werden will. More to come.
Was hat's gekostet - weniger als geplant. Wir haben uns zu Beginn ein Tagesbudget gesetzt, das wir nicht ausgereizt haben. Ein paar Beispiele für Euch: Der größte Kostenblock waren natürlich der Diesel mit rd. 6k€ und Lebensmittel (rd. 900€/Monat). Schmutzige Wäsche (die echte) haben wir für rd. 500€ gewaschen. Für Stell- und Campingplätze haben wir gerade mal 3k€ ausgegeben - was v.a. daran lag, dass wir mehr als die Hälfte der Nächte kostenlos in der freien Natur oder auch mal auf schnöden Parkplätzen verbracht haben. Wir waren nur rd. 50x auf Campingplätzen - die v.a. in der Nebensaison ohnehin geschlossen waren. Fast jeder Cent der Reise war auf jeden Fall bestens investiert.
Zum Schluss noch mal ein dickes Dankeschön an alle die uns hier virtuell begleitet haben. Wir hoffen, wir konnten die ein oder andere Inspiration an Euch weitergeben und können alle die noch darüber nachdenken, was ähnlich Verrücktes zu tun nur ermutigen, es einfach zu machen.
Man sollte sich nicht kopflos in so ein Abenteuer stürzen, vernünftig im klassischen Sinne ist es definitiv nicht - aber es wird für uns immer die geilste Lücke im Lebenslauf sein. Wir haben beide keinen Tag, keine Minute bereut, uns so entschieden zu haben. Wir haben ein Jahr fast 24/7 auf kleinstem Raum zusammen verbracht - wohlgemerkt ohne anschließenden Termin beim Scheidungsrichter 🫶. Keine Selbstverständlichkeit und vermutlich nicht jedermanns Sache 😁.
Am Anfang war absolut offen, wie unser Leben "danach" aussehen würde und wo es stattfinden könnte. Die Reise hat uns aber viel Klarheit gebracht, wie es für uns aussehen soll. Eine Erkenntnis des Trips - so schön es war, ein ganzes Jahr unterwegs zu sein, eine Dauereinrichtung wäre das nicht für uns und man muss nicht immer ans Ende der Welt fahren. Wir arbeiten jetzt erst mal an der neuen Homebase und sind bereits voll in der Umsetzung. Stay Tuned.