14/03/2026
Auf meiner Homepage www.yachtengel.de , werbe ich u.a. mit der
„Rekonstruktion nicht mehr lieferbarer Ersatzteile“.
Viele von Euch werden sich vermutlich nicht so richtig vorstellen können, was ich damit meine. Darum hier einmal ein kleines Beispiel:
Der Kunststoffdübel Volvo Penta 854 198 (siehe Foto) ist zum Beispiel ein solches Ersatzteil.
In den Ersatzteillisten von VP wird dieser bereits als „nicht mehr lieferbar“ deklariert. In der Bucht finde ich derzeit nur noch ein einziges Stück, „weltweit“.
Da sich dieses Teil auch an meinem Boot in seine molekularen Bestandteile auflöst, habe ich mich kurzerhand entschlossen, diesen Kunststoffdübel mit Hilfe von CAD zu rekonstruieren und mittels 3D-Drucker, aus TPU herzustellen.
Da es mein erster Druck mit diesem Material war, gibt es natürlich noch einigen Optimierungsbedarf, vor allem mit der Drucktemperatur und der Geschwindigkeit, was einen großen Einfluss auf die Oberflächengüte der Bauteile hat. Die Form werde ich noch etwas anpassen, nicht nur um eine zu große Ähnlichkeit mit dem Originalteil vermeiden. Schließlich soll durch die Materialauswahl und der geänderten Form auch eine Verbesserung gegenüber dem Originalteil erzielt werden. Mit der Passgenauigkeit bin ich aber schon recht zufrieden.
Bevor ich nun ein solches Teil in die Welt verschicke, werde ich es aber erst einmal einem eingehenden Test am eigenen Boot unterziehen.
3D-Druck ist wirklich ein sehr spannendes Thema, vor allem, wenn es um solche, nicht mehr lieferbare Ersatzteile geht, die nur in sehr geringen Stückzahlen, oftmals auch als Einzelstücke, gefertigt werden sollen. Durch meine berufliche Vergangenheit verfüge ich über Kontakte zu Lieferanten, die auch Metallteile im 3D-Druckverfahren herstellen können.
Außerdem sind diese Lieferanten in der Lage, eine viel höhere Qualität zu liefern, als man es mit einem kleinen „Schreibtisch-Würstchenleger“, wie ich ihn z.B. habe, überhaupt fertig bringen kann.
Findet Ihr das auch spannend?
Dann folgt mir für mehr.