Alex-goes-east

Alex-goes-east Ein Reiseblog mit Erlebnissen, Emotionen und Bildern. Ich schreibe so wie ich es erlebe.
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ACT Pyrenees, day 3, somewhere in the Mountains
16/05/2026

ACT Pyrenees, day 3, somewhere in the Mountains

Heute gibt es eine Doppelfolge, gestern war nicht wirklich viel los.Wir starten also am Dienstag morgen dem 05.05. Als i...
06/05/2026

Heute gibt es eine Doppelfolge, gestern war nicht wirklich viel los.

Wir starten also am Dienstag morgen dem 05.05.

Als ich aufwache fühle ich mich wie gerädert. Die Nacht eher durchwachsen. Mit war zwar warm, aber ich bin ständig von Meinem eigenen Schnarchen wach geworden. Kennt ihr dass, wenn ihr merkt, dass da etwas im Rachen umklappt und ihr genau wisst, dass ihr gleich laut drauf los schnarchen werdet. Genau dieses Gefühl hatte ich so alle halbe Stunde.

Dazu bin ich am Nacken und oberen Rücken völlig verspannt, ich bekommen nicht einmal die Arme richtig hoch. Na das kann ja nen Tag werden.

Wir schaffen es beim Kaffee trinken auch zu packen und sogar das Zelt trocken einzupacken. Die heutige Route führt quer durch die Vogesen. Offroad gibt es wenig, immer nur mal ein paar hundert Meter. Aber die Strecke macht dennoch richtig Spaß.

Der Tag vergeht wie im Flug. Als wir an einer Tankstelle das Wetter checken wollen, fängt es in Strömen an zu Regnen. Somit fällt zelten erst einmalig aus. Auf Boocking werden wir nicht wirklich fündig, zumindest können wir uns nicht entscheiden.

Darauf hin kommen wir auf die Idee, am Campingplatz nach einem Mobilheim oder Chalet zu schauen. Jörg ruft an und siehe da, die haben noch was frei. Also die Adresse im Navi rein und Abmarsch.

Etwa 30 Minuten später stehen wir vor der Schranke. Als die Dame uns den Preis an den Kopf schmeißt, überlegen wir ernsthaft wieder umzudrehen. Aber, in Ermangelung an Alternativen entscheiden wir und hier zu bleiben.

Schnell ist das Mobilheim auch bezogen. Auch wenn mit jedem Blick oder Detail es einem schwerer fällt, den Preis zu rechtfertigen. Egal, wir sitzen trocken und es ist warm.

Abendessen gibt es in etwa 10 Minuten fußläufiger Entfernung. Zumindest sagte man uns das. Als wir dann dort angekommen sind wir schon recht skeptisch, Licht ist auf Sparflamme gedreht und Gäste gibt es auch keine.

Als wir uns dann mit ihm unterhalten, teilte er uns mit, dass er eigentlich geschlossen habe. Aber er könne uns anbieten uns ne Pizza zu machen. Leute, was soll ich sagen, der Abend war der Wahnsinn. Die Pizzen waren irre, mehr ne Art Flammkuchen, aber einfach nur saulecker.

Bevor wir dann ins Bett gehen, quatschten wir ein wenig und lassen den Tag mit guten Gedanken ausklingen.

Gut erholt startet dann der heutige Tag. Es ist schon wieder so viel passiert, dass ich anfange die Tage durcheinander zu bringen.

Gestartet wir mit einen leckeren Frühstück mit Croissant und Pain au chocolat. Die Bikes sind eigentlich recht schnell gepackt, nur irgendwie kommen wir dann doch erst gegen 09:30 Uhr los.

Die ersten Kilometer sind noch im trockenen. Die Straßen wunderbar klein und verwinkelt. Bis es dann auf die erste Offroadpassage geht. Ja, für heute sind einige Abschnitte TET geplant und hierbei auch einige Pisten abseits des Asphalt.

Der Anfang läuft noch recht entspannt, breit, schotterig und recht leicht zu fahren. Bis wir dann an einer Gabelung unschlüssig sind, wo es denn genau entlang geht. Der Track zeigt links nach unten, wo der Weg schmaler und auch leicht verblockt wirkt. Eigentlich nichts, was man mit 300 kg Motorrad fahren möchte.

Also entscheide ich, dass wir von dem Track abweichen und lieber den breiteren Weg fahren, auch wenn mal wieder keiner weiß wie sich der entwickeln wird. So geht es auf dem vermeintlich leichteren Weg weiter. Zum Glück ist es vor trocken.

So wie man mich kennt, kann man sich schon denken, wie sich diese Entscheidung rächen wird. Der Weg wir immer schmaler und auch die Anzeichen dafür, dass sich Fahrzeuge her verirren verlieren sich. Nach einer Kurve ist der fast völlig verschwunden und gleicht nur noch einem etwa 30cm breitem Trampelpfad.

Es geht wieder mitten durch den Wald. Es ist ein Wanderweg, aber definitiv nichts mehr, was man eigentlich mit einem Bike befahren sollte. Mühsam kämpfen wir uns vorwärts. Erster Gang und Schneckentempo, bis es dann passiert. Mein Hinterrad schmiert auf einer Wurzel weg und das Bike dreht sich auf dem Weg quer und ich liege schneller auf dem Boden, als es mir lieb ist.

Zum Glück ist nichts passiert und wir stellen das Bike schnell wieder hin. Danach geht es ohne weiter Zwischenfälle durch den Wald auf einen größeren Weg, der uns dann wieder auf den Asphalt bringt.

Pünktlich mit dem Erreichen der Straße fängt es dann auch an zu regnen. Laut der Vorhersage soll es heute auch nicht mehr aufhören. Die Regensachen haben wir bereits drüber gezogen.

Der weitere Verlauf der Strecke ist zunächst noch sehr entspannt. Rastmöglichkeiten gibt es gefühlt keine. Zwischendurch halten wir an einem überdachten Waschplatz um die Beine zu vertreten und etwas zu trinken. Der Regen bleibt erbarmungslos und tut gar nicht so, als ob er aufhören wolle.

Also weiter, wir müssen da irgendwie durch. Etwa eine weitere Stunde später kommen wir an einen Restaurant vorbei, in dem das Licht brennt. Schnell wir gedreht und wir wollen auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Motorräder abstellen. Kaum habe ich den Motor abgestellt, geht vor uns eine Kellertüre auf und man bittet uns doch in den Keller mit den Motorrädern reinzufahren.

Wie verrückt ist das denn bitte. Selbst als wir erklären, dass wir nur nen Kaffee möchten, bittet er uns hier drinnen zu parken. Oben können wir uns mit Kaffee ein wenig aufwärmen und so bleiben wir sogar noch auf einen zweiten heißen Drink.

Während wir hier drinnen sitzen lässt der Regen etwas nach. Gute 125 Kilometer haben wir noch vor uns. Die Zeltfrage ist mit einem Blick aus dem Fenster geklärt. Wir suchen uns eine kleine Auberge in der Nähe des Etappenziels.

Für den direkten Weg ist es zu früh, daher entscheiden wir uns dazu noch ein wenig dem Track zu folgen, bevor wir später auf die kurze Route abbiegen. Nun, dass das schneller (zumindest Kilometertechnisch) passiert als wir und das vorgestellt haben, wussten wir noch nicht.

Irgendwann geht es links in eine kleine Straße, die recht schnell zur Schotterpiste wird. Aus dem Schotter wird ein Feldweg, aus dem Feldweg wird ein Waldweg und hier in einer der vielen Spuren fordert der Tag sein zweites Opfer. Iris wählt die falsche Spur kommt mit dem Vorderrad gegen eine Kante und die Tenere dreht sich einmal quer.

Passiert ist auch hier zum Glück nichts. Aufheben, drauf setzen und weiter fahren ist die Devise. Nach dem Waldweg kommt ne Wiese, von der ein kleiner Singletrail in den Wald verschwindet. Na darauf haben wir keine Lust mehr, vor allem wenn man weiß, dass es auf dem TET Abschnitte gibt, die nicht mehr für unsere Dickschiffe geeignet sind.

Beim drehen fällt die Tenere erneut, aber auch hier passiert nichts. Ich lösche den Rest des Tracks und wir entscheiden uns auf schnellstem Weg zu unserer Unterkunft zu fahren.

Um kurz vor fünf stehen wir vor der Tür und wir werden herzlichst vor der Dame des Hauses empfangen. Essen gibt es unten in der Stube und auch Frühstück morgen früh. Die Zimmer sind einfach aber sehr zweckmäßig eingerichtet.

Die Dame hier ist einfach herrlich. Wir haben Käsefondue und Iris etwas Hähnchen bestellt. Es gibt ein ganzes Menü, super lecker und mit viel Liebe zubereitet. Das wir uns in ihrer Wohnung aufhalten, wird uns erst viel später klar.

Es gibt reichlich Bier und auch der Absacker darf nicht fehlen. Als Iris einen weitern Kirroyal bestellen möchte, beichtete die Dame, das sie ihn bereits selbst ausgetrunken habe, es gibt nichts mehr. Stattdessen gibt es eine Baylis.

Als wir dann fragen möchten ob wir heute noch bezahlen sollen, bekommen wir sogar noch einen aufs Haus eingeschenkt. Diese Unterkunft hier ist ein absoluter Volltreffer.

So, die beiden Tage sind jetzt nachgeholt. Gestern waren es gute 260 Kilometer und heute dann nochmals etwa 245 Kilometer. Um zusammenzurechnen bin ich grad zu faul, das mache ich vielleicht morgen dann.

Gute Nacht zusammen und bis morgen dann.

Heute heißt es wiedersehen, wir treffen uns mit Jörg um die kommenden Wochen zusammen auf dem ACT unterwegs zu sein.Unse...
04/05/2026

Heute heißt es wiedersehen, wir treffen uns mit Jörg um die kommenden Wochen zusammen auf dem ACT unterwegs zu sein.

Unser Hotel hier in Sainte-Menehould ist einfach wunderbar. Eine Mischung aus Moderne und dem ursprünglichen alten Gebäude. Alles ist mit sehr viel Liebe eingerichtet und dekoriert.

Die Dame, die uns das Frühstück bereitet hat, spricht nur ein wenig Englisch, wir nur ein paar Brocken Französisch und dennoch bekommen wir ein Gespräch zustande. Die Herzlichkeit spricht wieder einmal für dieses Land. Ich weiß nicht woher die Vorurteile kommen, dass Franzosen zurückhaltend sein sollen, bloß weil man die Sprache nicht spricht. Für mich ist es die vierte Reise und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen.

Aber sei es drum. Wir fühlen uns wohl und sehr willkommen. Als wir satt sind heißt es packen. Pünktlich mit den ersten Tüten, die in die Taschen wandern beginnt es auch zu regnen. Anfangs noch sehr leicht, weil wir ja auch noch nicht nach draußen müssen.

In dem Moment, in dem wir die erste Tasche in Richtung Motorrad tragen fängt es richtig an. Also, erst Regensachen an und von innen nass werden oder von außen nass und dann die Regensachen drüber, beides echt Mist.

Wir entscheiden uns für die zweite Variante. Es hört noch nicht mal auf, als wir so richtig schön nass sind. Wenigstens sind die Temperaturen nicht ganz so schlimm, immerhin haben wir ganze 13°C.

Wir rollern vom Gehweg Richtung Straße, winken ein letztes Mal und los geht’s zum Campingplatz, auf dem wir uns mit Jörg treffen wollen. Etwa 210 Kilometer liegen heute vor uns. Keine Eskapaden, nur einfache kleine Backroads sind geplant.

Der Regen ist die ersten 1,5 Stunden wirklich hartnäckig, bevor es dann langsam weniger wird. An Aufhören ist jedoch noch nicht zu denken. Als wir durch eine Tiefebene kommen, liegt vor eine einzelner Hügel mit einem Bauwerk vor uns.

Von weitem aus fühle ich mich wie in Griechenland. Als wir näher kommen sehen wir, dass für solch ein historisches Gebäude viel zu gut erhalten ist. Da wir eh viel Zeit haben, schaue ich nach einer Möglichkeit, da oben rauf zu kommen.

Keine 10 Minuten später stehen wir am Fuße der Treppe, die zu diesem Mahnmal führt. Es handelt sich um das Montsec American Monument, welches nach dem ersten Weltkrieg zu Ehren der gefallenen Soldaten von den Amerikanern errichtet wurde. Für ein Foto ganz OK, zu mehr reicht es in dem Nieselregen jedoch nicht.

Weiter geht dann für uns nach Osten. Immer in die Richtung, wo es am hellsten aussieht. Leider sind die Wolken schneller als wir, so dass es weiterhin nieselt. Unserer guten Laune schadet das heute jedoch nicht. Wir sind froh, dass es nach den Strapazen von gestern heute ruhig zu geht.

Für heute steht nur noch Einkaufen an. Laut Google ist der nächste Carrefour nur 2,5 Kilometer entfernt und so wird dieser auch angesteuert. Als wir dort angekommen schauen wir uns fragend an. Ist das ein Supermarkt oder ein Baumarkt? Überall liegen Baumaterialien herum und von Kunden fehlt jede Spur.

Also das war schon mal nichts. Wo ist denn der nächste Supermarkt? Laut Navi sind es wieder gute 7,5 Kilometer. Ok, dann halt los. Die Streckenführung ist ne Katastrophe. Immer wieder sollen wir auf Radwege oder gesperrte Schotterpisten abbiegen.

Als wir dann endlich vor dem Supermarkt stehen, ist dieser nur etwa 1,5 Kilometer von dem anderen entfernt. Warum wir so dämlich hier her gefahren sind, das weiß nur Garmin. Jetzt schnell rein, Käse, eine Gurke und ein paar Möhren geholt. Für den schnellen Hunger gab es Macarons.

Wieder unterwegs beginnt die Suche nach einer passenden Bank für eine ausgiebige Pause. Diese lässt nicht lange auf sich warten, auch wenn diese direkt neben einer Baustelle liegt. Während wir hier essen, fragt der einzige Arbeiter, ob es uns stören würde, wenn er Krach machen würde, er müsste jetzt mit der Kettensäge die Bretter zurecht schneiden. Irre, bei uns hätte mit ziemlicher Sicherheit niemand gefragt.

Jetzt sind es nur gute 70 Kilometer bis zu unserem heutigen Etappenziel. Laut Navi sollen wir spätestens um 15:00 Uhr dort ankommen.

Der Empfang am Platz ist herrlich und wir haben einen tollen Platz. Das Zelt ist auch schnell aufgebaut und so heißt es nur noch warten bis Jörg gleich eintrifft. Wir sitzen nich nicht lange hier, als die Twin vor dem Tor blubbert.

Wow, wie herrlich. Das wird einfach wunderbar. Ja, wenn jemand fragt, klar fahre ich auch mit Iris alleine in den Urlaub und seit letztem Herbst auch ACT, aber dieses Offroadding ist halt ganz anders geboren worden.

Nun, das nächste Zelt steht auch recht schnell und während wir hier sitzen und quatschen, vergeht die Zeit, ohne das wir etwas davon merken.

Jetzt schnell duschen, umziehen und dann ab zum Restaurant. Auf dem Weg dahin noch schnell mal schauen, ob denn auch wirklich offen ist. Google sagt ja, also geht es gut gelaunt weiter. Auf dem Schild an Straße ebenfalls der Hinweis, dass geöffnet sei. Nun, zumindest bis wir vor dem Eingang, vielmehr der Terrasse stehen.

Ein Mann sitzt an einem der Tische, isst genüsslich etwas zu Abend und versucht uns begreiflich zu machen, dass heute geschlossen sei. Wenn der Hund im Hintergrund nicht so gebellt hätte, wüssten wir jetzt auch warum.

Enttäuscht geht es zurück zum Platz. Ein paar Nudeln sind noch da, Jörg hat selbst gemachtes Bärlauchpesto dabei und vorne die Rezeption hat auch noch auf. Also rein da und schauen was es denn dazu geben könnte. Wir erklären kurz den Stand zu den umliegenden Restaurants und schauen uns dann um.

Hmm, Erbsen und Möhren aus der Dose? Klar, warum nicht. Als wir die kleine Dose bezahlen, schaut uns die Dame dich recht ungläubig an und wünscht uns guten Appetit.

Wir können uns das Lachen nicht verkneifen. Die hat nicht mitbekommen, dass wir das nur zu den Nudeln dazu haben wollen. Schnell ist alles gekocht und wir haben ein echt leckeres Abendessen hier gezaubert.

Der Rest des Abends ist wie immer sehr kurzweilig, wir quatschen, lachen und vielleicht gibt es auch das ein oder andere Bier.

Heute sind für dann gute 230 Kilometer auf den Zähler dazu gekommen. Morgen starten wir dann in Richtung Süden. Es geht einmal längs durch die Vogesen. Erst mal ohne große Offroadsektionen.

Das war’s schon wieder für heute, ich wünsche euch eine gute Nacht, bis morgen dann.

Was für ein verrückter und anstrengender Tag. Aber alles schön der Reihe nach. Wir sind gestern echt schnell eingeschlaf...
03/05/2026

Was für ein verrückter und anstrengender Tag.

Aber alles schön der Reihe nach. Wir sind gestern echt schnell eingeschlafen, also ich zumindest. Als ich das erste Mal wach werde, freue ich mich, dass mir warm ist, das Bett ist bequem und mir geht es gut.

Als wir um sieben aufstehen, scheint zwar nicht die Sonne, aber es regnet immerhin nicht. Die Temperatur liegt bei gut 14°C, also T-Shirt und Flipflops reichen zur Shorts.

Der Kaffee blubbert und ich sitze gedankenverloren hier vor dem Zelt. Tja, was machen wir heute. Der kürzeste Weg zum Treffpunkt sind nur etwa 140 Kilometer, und dann? Was machen wir morgen? So super soll das Wetter nun auch nicht werden, als das man da nen faulen vor dem Zelt machen könnte.

Zurückblickend wäre das sicherlich die cleverere Variante gewesen. Naja, ich will ja nicht jetzt schon meckern.

Also langsam die Sachen packen und um halb zehn passieren wir die Schranke am Campingplatz. Ich habe mich für die Richtung Verdun entschieden, der Nationalpark drumherum ist schön und auch die Stadt kann sich sehen lassen.

Also düsen wir los und es geht uns wirklich gut. Mein Kopf macht mit, und so kann ich die Strecke auch genießen. Manchmal geht es kurvig durch Wälder, manchmal über seichte Hügel, von denen man die Aussicht genießen kann.

Leider gb es heute Morgen keinen Brötchenservice, da Sonntags nicht geliefert wird. So sind wir auf der Suche nach ein Bäckerei um uns mit entsprechendem Backwerk zu versorgen. Leider scheint das nicht so einfach, zumindest führt uns unsere Route scheinbar nur durch solche Dörfer, in denen es entweder keine gibt oder diese geschlossen haben.

Als wir dann endlich was gefunden haben, ist es bereits halb zwölf und mir hängt der Magen sprichwörtlich zwischen den Knien. Eine escargot au chocolat für auf die Hand und das Baguette dann in die Tasche. Der nächste Supermarkt kommt bestimmt. Wie heißt es doch so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Von weitem sehen wir etliche große Supermärkte, wenn jedoch nahe genug dran sind, dann sind sie dunkel und geschlossen. Die, die offen haben, sehen wir zu spät. Mit den Worten „den nächsten nehmen wir bestimmt“ verpassen wir auch die kommende Stunde jede Möglichkeit was einzukaufen.

Naja, man kann halt nicht alles haben. Immerhin haben wir ein kleine Schotterpiste entdeckt, die die Abkürzung auf die eigentliche Straße wird. Wer jetzt denkt, das wird doch nichts, so a‘la Alex Adventures, ne da muss ich euch enttäuschen, das dauert noch was.

Die Strecke ist entspannt und so schaue ich mal was denn so geht. Naja, die Knie rebellieren im stehen, aber auch im sitzen kann man Gas geben. Es sind nur etwa 1,5 Kilometer, aber die machen Mut zu dem was da demnächst noch kommt.

Es ist nun etwa zwanzig nach eins, als das Dilemma seinen Lauf nimmt. Aus der Ferne erscheint vor mir eine wunderschöne geschwungene weiße Schotterpiste, die sich zwischen den Rapsfeldern hindurchwindet. Immer wieder schiele rüber zu dieser Straße, nur leider gibt es keine Kreuzung, die uns abbiegen lässt.

Als das Navi dass etwa fünfhundert Meter weiter einen Weg links anzeigt, möchte ich mal schauen, ob uns diese Piste dann rüber zu den Feldern führt.

Die ersten paar hundert Meter sind super. Eine frische, leicht angewalzte Piste, die keine große Herausforderung darstellt. Nach ein paar Minuten kommt die erste Kreuzung und wir fahren in den Wald. Die Piste wird älter, ausgewaschene Spuren werden sichtbar, aber alles ist gut.

In weiteren etwa 800 Metern kommt die nächste Kreuzung. Hier soll ein Rastplatz sein. Ja, im Sommer ist das sicher was, oder vielmehr war da was. Es gibt genau einen Stuhl unter dem leicht heruntergekommenen Dach. Ehhhm, nee, um einen Stuhl wollen wir uns nicht zanken.

Gerade aus geht der nächste Weg. Eine Kette signalisiert ob man durch darf, oder halt auch nicht. In unserem Fall ist die Kette offen. Garmin zeigt mit hier entspannt, dass da noch drei weitere Rastplätze im Wald sein sollen.

Nein Jörg, sag nichts. Calimoto hätte hier nicht einmal Wege angezeigt.

Der Weg ist zu Beginn noch akzeptabel, aber nach wenigen hundert Metern verschwindet alles, was eine Befestigung erinnern würde. Zum Glück ist es einigermaßen trocken und das hier unter uns nicht einfach nur Schlamm und Matsch.

Zu den, von Wildschweinen aufgewühlten Abschnitten mischen sich jetzt auch trockenmatschige Spurrinnen dazu, die in der Vertiefung noch schön rutschig und feucht sind, während die Seitenränder bereits hart und fest sind. Genau das richtige für den ersten Tag im Gelände.

Leider dauert es nicht allzu lange und die Tenere kann die Spur nicht mehr sauber halten und wie immer werden genau dann die Beine zu kurz. Nachdem das Bike dann wieder steht, geht es auch recht zügig weiter. Bis auf einmal nicht einmal mehr Spurrinnen da sind.

Der Rastplatz ist zum greifen nah und so arbeiten wir uns weiter durch den Wald. Irgendwann geht vor uns gar nichts mehr. Bäume, Matsche, tiefe Löcher, hier war seit Jahren keiner mehr.

Ok, was tun? Etwa 200 Meter oberhalb von unserem verläuft ein paralleler Weg. Auf der Karte breiter und auch dunkler dargestellt. Da oben soll der zweite Rastplatz sein und vielleicht ein Weg, der uns wieder auf eine besser zu fahrende Variante führt.

Also links den Berg hinauf, bis der erste Baum quer über den Weg liegt. Absteigen, wegziehen und gar nicht so tun als ob das hier nur Rückewege für den Holztransport wären. Oben angekommen stellen wir fest, das die Alternative ebenfalls seit Jahren nicht genutzt wird. Aber von hier aus ist es Nordwärts immer noch kürzer zu der vermuteten schönen weißen Straße.

Hier im Wald gibt es nur noch Garmin und das kleine Symbol, welches sich auf den braunen Linien bewegt. Einen Weg kann man nur noch mit viel Phantasie erahnen. Dennoch kämpfen wir uns weiter vor.

Bis der nächste umgefallene Baum den Weg versperrt. Nach einigem Hin und Her, liegt dieser dann so auf dem Boden, dass wir dran vorbei kommen. So jetzt aber noch etwa dreihundert Meter, dann sollten wir auf dem „großen“ Weg treffen.

Noch 100 Meter, noch 50, es kann nicht mehr weit sein. Als ich um einen Baum herum fahre sehe ist das nächste Hindernis. Fein sauber aufgestapelte Bäume, die sicher dafür sorgen sollen, dass da keiner rein fährt.

Das können nicht mehr als 30 oder 40 Meter sein, die uns von unserem Ziel trennen. Aber es ist einfach kein Durchkommen, keine Chance. Nicht zu zweit.

Von der ganzen Plackerei sind wir echt fertig, wir schwitzen wie die Schweine, die Nerven liegen blank und dann noch in dem Mist hier drehen. Mit viel Geschnaufe und einer Mischung aus Wut und Enttäuschung versuchen wir hier unten zu drehen.

Die Minuten vergehen, wir haben Schnappatmung und wir stellen erst jetzt bewusst fest, dass wir die Regensachen auch noch anhaben.

Ich tropfe, versuche die Jacke aufzumachen und stelle fest, dass der Kreislauf auch keine Lust mehr hat. Iris bekommt in der Hitze unter dem Helm Platzangst und so stehen wir hier erst einmal etliche Minuten regungslos herum und versuchen einen klaren Gedanken zu fassen.

Irgendwann stehen die Bikes wieder in der richtigen Richtung und wir machen uns auf den Weg. Natürlich biegen wir irgendwo im nirgendwo falsch ab und stehen wieder vor irgendwelchen Bäumen, die da vorhin nicht waren.

Iris ist fertig mit der Welt, an Mopped drehen ist nicht zu denken. Ich helfe ihr, so dass wir nur wenige Minuten später wider auf dem richtigen Track unterwegs sind.

So, was nun? Exakt das gleiche zurück was wir her gefahren sind, oder den anderen Weg in der Hoffnung, dass der besser ist. Wir entscheiden uns für den Weg, den wir hergefahren sind.

Nachdem wir den Hang hinunter gefahren sind, des es vorhin bergauf ging, stehen wir eigentlich schon wieder fest und wollen gerade wieder los, als Iris das Gleichgewicht verliert, weil wieder einmal das Bein zu kurz ist.

Also rüber gehen, Bike aufheben und dann schnell hinsetzen, bevor es dunkel wird. Der Kreislauf, der mag mich heute nicht, zu wenig gegessen, sicherlich überhitzt und völlig demotiviert sitze ich hier und überlege was wir da gerade wieder einmal tun.

Long story short, den letzten Kilometer schaffen wir ganz gut, auch wir nicht wirklich wissen wie. Wir stehen auf festen Schotter, Freude, Ärger und einige andere Gefühle fahren hier gerade Achterbahn. Tankstellen, Sachen aus und dringend was zu Essen.

Keine 20 Kilometer weiter finden wir alles, was wir brauchen. Wir setzen uns auf eine Bank, essen was und schauen, wo wir schlafen wollen. Heute gönnen wir uns ein Hotel. Duschen, anständiges Bett und morgen früh an den gedeckten Tisch.

Mittlerweile sitzen wir satt gegessen hier auf unserem Zimmer, lecken unsere seelischen Wunden und versuchen neue Kräfte zu sammeln.

Der kleine, nur rund 4,5 Kilometer lange Ausflug hat uns etwa 75 Minuten gekostet. So viel zum Thema Alex Adventures.

Insgesamt waren es dann 217 Kilometer, auf meist wunderschönen Abschnitten. Morgen fängt dann mit dem Treffen mit Jörg ein neuer Abschnitt dieser Reise an.

Gute Nacht zusammen und schlaft gut.

Nein, keine Panik, es kommt nicht schon wieder die übliche Geschichte mit dem Pullern gehen.Die Nacht war kalt und für m...
02/05/2026

Nein, keine Panik, es kommt nicht schon wieder die übliche Geschichte mit dem Pullern gehen.

Die Nacht war kalt und für mich mit neuem Equipment echt ne Herausforderung. Um die Knie zu schonen habe ich mir auch so ein Helinox Bett gegönnt. Lange genug und auch so breit wie meine Isomatte ist.

Probeliegen daheim war echt super. Auch das umdrehen mit der Isomatte auf dem Feldbett lief super. Naja, da hab ich auch nur so zwei oder drei Umdrehungen gemacht. Letzte Nacht, da waren es schon ein paar mehr. Aber das war eigentlich nicht das Schlimme, sondern dass sich der Schlafsack nicht so schön an mich dran schmiegt, sondern an der Seite runter hängt.

Anfangs war noch alles easy, aber irgendwann wurde es kalt. So kalt, dass ich aufgestanden bin um den Schlafsack zuzumachen. Ja Jörg, so kalt war es. Es fühlte sich dennoch seltsam an. Ich denke da muss ich mich erst noch dran gewöhnen.

Als wir gegen sieben wach werden, scheint die Sonne auf das Zelt. Leider nur so lange bis wir den Reisverschluss geöffnet haben. Wolken, dunkle graue Regenwolken. Schnell den Regenradar geschaut um zu gucken, ob wir überhaupt eine Chance haben, das Zelt trocken wegzuräumen. Angeblich soll es bis 10:30 trocken bleiben, das würde ja passen.

Während wir hier sitzen und unseren Kaffee genießen, fallen die ersten Tropfen. Schnell alles was so rumliegt wieder in das Zelt und hoffen, dass es schnell wieder aufhört. Keine zehn Minuten später ist der Spuk vorbei. Das Zelt natürlich nass, aber der Himmel verspricht und in Ruhe zu lassen.

09:30 Uhr, ein gute Zeit für uns, ziehen wir die Jacken über und wollen los. Schon wieder fallen Tropfen, aber wir wollen es provozieren und lassen die Regensachen aus. Unser Mut wird belohnt und wir bleiben trocken.

Auf dem Plan steht der TET Luxemburg. Eigentlich ist der TranEuroTrail ja eher was für Offroadenthusiasten, aber hier im Luxemburg ist das befahren der Wälder genauso tabu wie bei uns in Deutschland. Aber wir wissen ja, auch kleine Backroads haben ihren eigenen Reiz.

Die ersten Kilometer vergehen wie im Flug. Von weitem erkenne ich schon eine Burgruine und der Track auf dem Navi führt sogar da rauf. Na das müssen wir doch mitnehmen. Also Blinker setzen und rauf zur Burg. Oben sind die letzten zweihundert Meter sogar Schotter. Die Burg hat geöffnet und wir entscheiden uns dazu eine Runde durch die Ruine zu gehen.

Viele Teile sind oder werden grade aufgebaut. Es gibt eine Gastronomie, die im Sommer sicherlich für tolle Feste verantwortlich ist. Der Turm ist frei zu besichtigen, allerdings nehme ich bei der Anzahl der Treppen doch Abstand von einer Besteigung. Dennoch, es ist einfach wunderschön hier oben.

Beim Abstieg runter zu dem Motorrädern merke ich bereits, dass meine Euphorie dann dich was groß war. Die Knie melden sich, und die Lunge pfeift. Na dass kann ja noch was werden, wenn wir auf dem ACT sind. Das mag ich mir grade gar nicht vorstellen.

Die Strecke hier ist traumhaft, einige Teile werde ich für unser Kurvenräubern übernehmen. Langsam kommt die Sonne raus und die Temperaturen steigen ebenfalls. Gute 17°C sind es und auch die Straßen trocknen langsam ab.

Es kommt langsam wieder flow auf. Die Straßen wechseln ständig zwischen einfachen Landstraßen und kleinsten Backroads. Schnell sind wir nicht unterwegs, aber müssen wir auch nicht. Die schnellste Verbindung ohne Autobahn waren etwa 380 Kilometer bis zum Treffpunkt mit Jörg, also von zu Hause aus gemessen.

Mittlerweile wird es Mittag und wir sind auf der Suche nach einem Plätzchen für eine ausgiebige Rast. Ein wenig Schatten, eine schöne Aussicht, so groß sind unsere Ansprüche doch gar nicht.

Leider sind die Bänke grade Mangelware. Vormittags noch an jeder Ecke, jetzt entweder kaputt oder besetzt. So rollern wir weiter, immer der roten Linie auf dem Navi nach. Und irgendwann stelle ich fest, dass der Kopf leer ist.

Kennt ihr dass? Normalerweise ist ja immer irgendwas im Kopf los, Landschaft, Strecke, Kurven, es gibt immer etwas über das man nachdenkt. Bei mir ist Stille, eigentlich eher Leere. Nichts, nicht einmal der Nachhall dessen was man grade gesehen hat.

Ich fühle mich erschöpft. Es wird Zeit für einen Stop, und dass schleunigst. Wir finden einen tollen Tisch an ein einer kleinen Weggabelung. Anhalten und alles rausholen. Der Wind säuselt schwach um uns herum, es ist warm. Wir haben frisches Baguette und unsere erst zwei Croissants in Frankreich.

Wir genießen es hier zu sitzen, die Aussieht zu genießen und einfach im hier und jetzt zu sein. Gut erholt geht es dann weiter. Die Temperaturen steigen, mittlerweile sind es gute 26°C, eindeutig zu warm für mich. Solange es auf den größeren Straßen entlang geht, ist alles gut, nur bei den Ministraßen, auf denen man nur etwa 30 oder 40 fahren kann, wird es unerträglich.

Wir habe das Gefühl zu überhitzen. Also den nächsten schattigen Platz angesteuert und eine weitere Pause machen, trinken, viel trinken ist angesagt. Es ist schon fast halb vier und so schauen wir uns nach einem Campingplatz um. Etwa 40 Kilometer entfernt liegt ein schöner ruhiger Platz. Adresse rein ins Navi und dann ab.

Leider hat der Platz kein Restaurant und es liegt auch kein Supermarkt mehr auf dem Weg. Aber für solche Fälle haben wir ja vorgesorgt. Ein paar Asianudeln sind an Board. Eine gute halbe Stunde später stehen wir bereits an der Schranke.

Schnell werden die viel zu warmen Sachen ausgezogen und ich gehe erst mal vor zur Rezeption. Ein Bierchen für mich und natürlich auch was kaltes für Schatzi. Ein echtes Stiefelbier wird es somit nicht mehr, ist bei 26°C im Schatten aber auch vertretbar.

Vorne gibt es auch „normale“ Nudeln und Tomatensoße, mit dem Thunfisch aus der Satteltasche zaubern wir ein leckeres Abendessen. Das Zelt steht, wir sind frisch geduscht und in der Hand die letzte Dose Bier sitze ich hier und tippe.

Was für ein seltsamer Tag. Wir gehen jetzt ins Bett und wünschen allen eine gute Nacht.

Wenn ich jetzt schon wieder sage, we are back on track, hört sich das echt bescheuert an. Naja aber was soll ich sonst s...
01/05/2026

Wenn ich jetzt schon wieder sage, we are back on track, hört sich das echt bescheuert an. Naja aber was soll ich sonst sagen? Wir sind doch wieder auf Tour.

ACT 3.0 eine Tour die wieder einmal lange geplant wurde. Die Idee wurde früh geboren und schnell waren meine Mitstreiter auch an Board. Aber wie das so ist, manchmal ist das Leben ein Ar*****ch, sorry für den Ausdruck. Aber wie möchte man es sonst ausdrücken? Bis vor zwei Wochen waren wir noch zu sechst am Start. Und heute Morgen, sind erst einmal nur wir zwei auf Achse.

Montag kommt noch Jörg dazu und dann sind wir auch schon komplett. Die anderen Mitstreiter sind jedoch von ganzem Herzen entschuldigt, was da teilweise los ist, braucht kein Mensch. Jetzt aber genug dazu und zurück zu unserem heutigen Auftakt.

Halb sieben aufstehen und den ersten Kaffee genießen. Danach? Alles gaaaaanz langsam angehen. Wir haben 4 Tage, bis wir uns mit Jörg treffen und nur etwa 400 km bis zum Treffpunkt.

Frühstücken und dann die letzten Sachen packen. Um halb zehn sitzen wir dann auf den Bikes und es geht in Richtung Südwesten los. Heute steht Luxemburg auf dem Plan. Ein Campingplatz, auf dem ich schon auf meinem ersten Reise nach der Wirbelsäulen-OP gewesen bin.

Das Navi erzählt etwas von rund 235 Kilometern, die Sonne scheint und mir geht es richtig gut. Die erste Stunde im heimischen Revier lädt dazu ein, es vielleicht das ein oder andere Mal doch zu zügig anzugehen. Das kratzen der Rasten mahnen zur Geduld und erinnern mich daran, dass es in den Urlaub geht.

So nehmen wir etwas Tempo raus und beginnen die Landschaft zu genießen. Die Kölner Bucht, das Siebengebirge, beides liegt mittlerweile hinter uns. Vor tauchen die ersten Hügel der Eifel auf. Aber vorher heißt es stilecht den Rhein zu überqueren. Natürlich mit der Fähre und nicht über eine Brücke.

Bevor der nächste Kurventanz beginnt, gönnen wir uns eine Kaffee und an dem Kuchen kann ich ebenfalls nicht vorbeigehen. Während wir da sitzen und die Pause genießen kommt ein etwa dreißigjähriger Mann auf uns zu und fragt ob wir auf Weltreise gehen wollen.

Schnell kommen wir ins Gespräch und es stellt sich raus, dass Vladim, so heißt er nämlich, heute seine erste Tour macht. Er hat den Aufstieg auf den 125er gemacht und ist stolz wie Oskar unterwegs zu sein.

Es ist ein tolles Gespräch in dem wir ihn ermutigen selbst die Taschen zu packen, sobald sich die Gelegenheit für ihn ergeben sollte. Wir reden über das Reisen, die Menschen in den Ländern, die wir schon besuchen durften. Und müssen hierbei feststellen, dass wir doch schon ganz schön weit rumgekommen sind.

Was man hier schon alles erlebt hat, wird einem oft erst in solchen Gesprächen wirklich bewusst. Welches Glück wir haben zu reisen, die Welt zu sehen und Menschen treffen zu können wie Vladim. solche Begegnungen zeigen einem wieder einmal sehr deutlich, dass es uns richtig gut geht.

Der erste Tag und ich werde sentimental, wo soll das noch hinführen. Naja, wir werden sehen.

Jetzt erst einmal zurück zu unserem Tag. Die Sonne scheint, mittlerweile haben wir die erste Grenze überquert und suchen uns einen Platz für die nächsten Pause. Es dauert tatsächlich etliche Kilometer, bis wir was gescheites finden. Die Blase drückt und so wird erst einmal das Gebüsch angesteuert und dann der Tisch.

Da denkt man, man könne sich ungestört erleichtern, denkste. Auf einen Schlag herrscht Hochbetrieb. Jogger, Radfahrer, Wanderer. Ehhh, wo kommt ihr denn auf einmal her. Also abklemmen, einpacken und doch erst Essen.

Nach dem Picknick ergibt sich zum Glück doch noch eine Möglichkeit die Blase vollständig zu entleeren. Jetzt sind es nur noch gute 50 Kilometer bis zum heutigen Etappenziel.

Garmin führt uns bisher um viele ruhige und schöne Straßen, naja bis auf die letzten 500 Meter. Wir stehen vor der Ausfahrt und mein Navi beglückwünscht mit dazu, das Ziel erreicht zu haben. Ehhhm ne, das stimmt so nicht. Also drehen und einmal runter in die City und dann wieder zurück zum Platz, diesmal auf der Parallelstraße.

Hier angekommen genießen wir die Sonne, nachdem das Zelt steht und alles für die Nacht vorbereitet ist. Das Restaurant macht um kurz nach sechs auf und so bleibt reichlich Zeit alles ganz gemütlich anzugehen.

Voll gegessen, frisch geduscht sitze ich hier und tippe für euch. Ich kann nicht versprechen wann ich wie viel schreiben werde, mein Bauchgefühl ist da unsicher. Schreiben, filmen, auf was soll man den Fokus legen.

Heute ist der Anfang schon einmal gemacht, was morgen kommt, wir werden sehen. Das Wetter soll nochmal sehr schön werden, so dass wir auf dem TET in Luxemburg weiter Richtung Süden fahren.

Heute sind die ersten 239 tiefenentspannten Kilometer auf den Urlaubszähler gekommen.

So, ich wünsche euch noch einen ruhigen Abend und verabschiede mich bis morgen oder so.

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Kürten
51515

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