28/12/2025
🚛 Alle reden über Diesel und Maut.
Kaum jemand redet über die andere Position der Logistik: Organisation.
In der Speditionsbranche werden Kostentreiber oft schnell benannt:
⛽ Diesel und 🛣 Maut
Alles richtig.
Aber es gibt Kosten, über die fast niemand spricht –
weil sie nicht auf der Rechnung stehen, aber jeden Tag entstehen.
➡ Leerfahrten durch Zeitfenster.
➡ Wartezeiten durch restriktive Öffnungszeiten.
➡ Stillstand, weil diskutiert wird, während der Lkw wartet.
Ein Kunde will nur zwischen 7:30 und 9:00 Uhr anliefern lassen.
Ein Werk ist nur vormittags geöffnet. Der LKW kommt am Mittag und muss bis zum nächsten Morgen warten.
Eine Entladung verzögert sich, weil über Produktqualität gesprochen wird –
und der Lkw steht. Oft Stundenlang.
Diese Zeiten kosten Geld. Diese Zeiten blockieren Fahrzeuge.
Diese Zeiten verhindert Anschlussladungen.
Und was passiert dann?
🚚 Der Lkw fährt leer.
Manchmal hunderte Kilometer, nur um die Kundenanforderungen einzuhalten.
Das kostet nicht nur Geld – es belastet auch die Umwelt.
Deshalb entstehen manchmal Unstimmigkeiten. Nicht, weil jemand „teurer sein will“. Sondern weil restriktive Zeitfenster, kurze Öffnungszeiten und lange Durchlaufzeiten Transport automatisch verteuern.
Ein Kunde mit:
✔ flexibler Warenannahme
✔ langen Öffnungszeiten
✔ schneller Be- und Entladung
wird für einen Spediteur immer attraktiver sein, als ein Kunde mit engen Vorgaben und Stillstand.
⏱ Zeitfenster mögen in der Industrie Personal einsparen.
🚛 In der Logistik erhöhen sie massiv die Kosten. Und diese müssen Spediteure in der nächsten Zeit leider mehr und mehr weitergeben. Nicht aus Gier sondern zur Kompenstation der Leerfahrt- und Ausfallkosten die damit einhergehen.
Logistik ist kein Taxi mit Standby-Garantie.
Sie ist ein getaktetes System.
Vielleicht wird es Zeit, nicht nur über Transportpreise zu sprechen – sondern auch über die Bedingungen, unter denen sie entstehen.