03/09/2026
Warum darf Porenbeton bzw. Ytong eigentlich nicht in den Bauschutt? 🤔
Porenbeton – besser bekannt unter dem Markennamen Ytong – sieht zwar nach Bauschutt aus, trotzdem gehört er nicht in den Container für Bauschutt.
Wir produzieren aus dem uns angelieferten Bauschutt wieder Recycling-Schotter und Brechsande. Die Aufgabe von diesen Materialien ist die Lastverteilung, ein stabiler Unterbau und Bildung wasserdurchlässiger Schichten. Und hier kommt der Porenbeton ins Spiel.
Beim Aufbereiten des Bauschutts entsteht durch das Brechen des Porenbetons ein sehr feinkörniges Mehl. Die Bestandteile sind Sand, Zement, Kalk und Gips. Kalk und Gips binden Wasser. Wenn nun im eigentlich wasserdurchlässigen Schotter die Zwischenräume mit diesem wasserhaltigen Mehl gefüllt sind, dann hat der Schotter seine Aufgabe verfehlt. Dann bleibt das Wasser auf dem Pflaster stehen und am Ende kann es zu Versackungen führen.
Ein weiteres Problem ist die chemische Wirkung von Gips. Die chemische Bezeichnung dazu lautet Calciumsulfat, ein Salz. Dieses wird durch Regenwasser ausgewaschen und kann in größeren Mengen unser Trinkwasser💧beeinträchtigen. Zudem können Reaktionen mit anderen Stoffen wie beispielsweise Aluminium auftreten, und Schäden an der weiteren Bausubstanz verursachen.
Im Unterschied zum Porenbeton enthält Kalksandstein als Hauptbestandteil Sand, einen kleinen Teil Kalk aber keinen Gips und damit keine Sulfate! Daher darf er in den Bauschutt, jedoch achten wir dabei auf das Mengenverhältnis, da ja immer noch wasserbindender Kalk enthalten ist.
👉 Deshalb gilt: Gasbeton/Ytong separat sammeln und entsorgen.
Das ist nicht einfach nur „Sortiererei“ – eine saubere Trennung ist die Grundlage dafür, dass aus mineralischen Bauabfällen wieder ein hochwertiges Recyclingprodukt entstehen kann. ♻️
Du bist dir nicht sicher, was in deinen Bauschutt-Container darf?
Frag uns einfach vorher – wir beraten dich gerne!