08/08/2026
Der von Preußens Gartendirektor Peter Joseph Lenne`gestaltetet Schlosspark Baruth (Teltow-Fläming), südlich von Berlin, gehört zu den bedeutenden historischen Gartenanlagen Brandenburgs. Die weitläufige Anlage mit ihren alten Eichen, Buchen und Linden ist ein lebendiges Gartendenkmal – zugleich aber auch ein Ort, an dem die Folgen des Klimawandels besonders deutlich sichtbar werden. Dürrejahre, sinkende Grundwasserstände, Hitzewellen und Starkregen setzen den oft mehr als hundert Jahre alten Bäumen erheblich zu. Geschwächte Gehölze werden anfälliger für Pilzkrankheiten und Schädlinge, Kronen lichten sich, einzelne Bäume müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Hier setzt ein neues Forschungsprojekt des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM) an. Der Schlosspark Baruth dient als eine der Modellanlagen einer landesweiten Studie, in der ein fünfköpfiges Wissenschaftsteam die Auswirkungen des Klimawandels auf historische Parks systematisch untersucht. Dabei werden sämtliche sichtbaren Schäden an Bäumen und Vegetation erfasst und mit Klimadaten sowie den naturräumlichen Standortbedingungen verknüpft. So lassen sich Ursachen besser verstehen, Risiken frühzeitig erkennen und gezielte Maßnahmen für den langfristigen Erhalt der Anlagen entwickeln. Das Projekt läuft bis Ende 2027 und wird vom Land Brandenburg sowie aus EFRE-Mitteln der Europäischen Union gefördert. Auch Altdöbern und der Schlosspark Mückenberg in Lauchhammer-West wird restauriert.... https://einfachraus.eu/brandenburgs-gruene-perlen-trotzen-klimawandel/