02/09/2026
Was haben niedrige Gasspeicherstände und sieben europäische Länder gemeinsam? Sie zeigen, warum es sich lohnt, Wärmeversorgung langfristig zu denken.
Am 22. August 2026 waren die deutschen Gasspeicher zu rund 51 Prozent gefüllt. Das sind etwa 27 Prozentpunkte weniger als im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021. Die Bundesnetzagentur bewertet die Versorgung aktuell zwar als stabil. Niedrigere Speicherstände bedeuten jedoch auch einen kleineren Puffer, etwa bei längeren Kälteperioden, Lieferausfällen oder steigenden Weltmarktpreisen.
Eine Wärmepumpe reduziert die direkte Abhängigkeit von Gasimporten, Speicherständen und fossilen Brennstoffen. Sie nutzt Umweltenergie aus Luft, Erdreich, Wasser oder Abluft und wandelt diese effizient in Heizwärme um.
Weitere Vorteile:
✅ Ein großer Teil der bereitgestellten Wärme stammt aus der Umgebung.
✅ Eigener Photovoltaikstrom kann anteilig für den Betrieb genutzt werden.
✅Je nach Anlagenkonzept lassen sich Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Kühlung verbinden.
✅Mit einem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Stromsystem verbessert sich auch die Klimabilanz weiter.
Dass dieser Weg in der Praxis funktioniert, zeigen sieben europäische Länder: Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich, Dänemark, die Schweiz und Italien erreichten 2025 bei neu verkauften Raumheizungen einen Wärmepumpenanteil von mindestens 15 Prozent. In Norwegen, Schweden und Finnland lag er sogar bei fast über 50 Prozent.
Auch viele Bestandsgebäude lassen sich mit einer Wärmepumpe beheizen. Entscheidend sind eine sorgfältige Planung und die Abstimmung auf Heizlast, Vorlauftemperatur und vorhandene Heizflächen.
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