24/12/2025
Die Weihnachtsgeschichte aus Eckwarderhörne, Teil 4
Die Rentiere saßen bis zur Brust im Watt - es ging nicht vor und nicht zurück. Zugegebenermaßen hatte ich bis zu diesem Tag auch noch nie Rentiere im Watt - höchstens mal "Hornochsen" - aber das ist eine andere Geschichte.
Wir mussten eine Lösung finden... Santa musste weiter - die Kinder warteten sehnsüchtig auf seinen Besuch.
Zufällig waren die Polizisten Helge und Michael auf Streife und erkannten die Notlage.
Parallel dazu setzte ich unter der Rufnummer 112 einen Notruf ab und erzählte dem ungläubigen Disponenten der Rettungsleitstelle, daß ich grad mit dem Weihnachtsmann und seinen Rentieren im Watt vor Eckwarderhörne fest saß.
Er kommentierte das ganze nur mit "Den Schlitten hat er aber nicht dabei, oder ?" - was ich ehrlich mit einem "Nein, der ist am Strand" beantwortete.
Vermutlich hätte man das ganze für einen ganz schlechten Scherz gehalten - aber die beiden Polizisten sahen ja sozusagen live, was da vor sich geht - und denen glaubte man vermutlich mehr, als einem Wattführer, der erzählt, daß man mit dem Weihnachtsmann im Watt steckt....
Nun gut. Schön das die beiden da waren.
Es lief eine grosse Rettungskette an.... Die DLRG Butjadingen wurde alarmiert und fuhr zum Eckwarder Fähranleger, die Feuerwehr Butjadingen, der Rettungsdienst und sogar der Rettungshubschrauber des ADAC, Christoph 26.
Ich glaube niemand, wirklich niemand, konnte sich der vorstellen, daß der Notruf wirklich echt war.
Alle kamen zusammen und man begann die Rentiere aus dem Watt zu befreien. Die Besatzung des Hubschraubers seilte ein spezielles Geschirr ab, die Feuerwehr legte das Geschirr an und alle gemeinsam zogen mit geballter Kraft die Rentiere aus dem Watt. Santa versorgte derweil die Feuerwehrkameraden mit Lebkuchen und Spekulatius.
Einfach war das nicht - es gab eine mächtige Sauerei - aber wir schafften es gemeinsam tatsächlich, alle Beteiligten aus dem Watt zu bekommen.
Wie die Geschichte weiterging, erfahrt ihr heute nachmittag im letzten Teil.
Bleibt dabei.