29/10/2024
Am frühen Morgen des nächsten Tages ging es weiter nach Hecelchakán. In offenen, fest installierten Ständen auf dem Zócalo von Hecelchakán wird das traditionelle Gericht „Cochinita Pibil“ jeden Morgen bis zum frühen Mittag angeboten. Der Schweinebraten (langsam gegart über Nacht in einem abgedeckten Erdloch,eingewickelt in Bananenblättern) nimmt durch die beigefügte Achiote-Frucht seine typisch rote Farbe an. Natürlich gab es auch eine fleischlose Variante!
Im gleichen Ort besuchte Robert mit seiner Reisegruppe eine der ältesten Maya Bäckereien des Landes 🍞🥯
Es ging weiter nach Bécal. der Haupterwerbszweig der Bewohner lässt sich am zentralen Brunnen mit den drei riesigen Jipi-Sombreros auf den ersten Blick erkennen. Zur Herstellung der Hüte werden die Blätter der Jipi-Palme zunächst in passende Stücke geteilt und in Schwefel gekocht, um sie zu bleichen. Danach werden sie in eine der 2.000 umliegenden Kalksteinhöhlen gebracht, denn damit die Fasern flexibel und weich genug zum Flechten sind, benötigen sie eine gewisse Feuchtigkeit und Temperatur. Dies erklärt auch, warum die Produktionsstätte Hüte ausgerechnet in Bécal liegt und nicht woanders. Es gibt
nirgendwo sonst entsprechend geeignete Höhlen!
Weiter ging es in das kleine Fischerdorf Celestún. Schon bevor die Spanier eintrafen, haben die Maya hier in der Lagune Salz gewonnen. Schwärme von rosafarbenen Flamingos staksen durch das flache Ufer und nisten hier insbesondere von März bis August, sind jedoch auch das restliche Jahr in kleineren Gruppen auf der Lagune, einem UNESCO-Biosphärenreservat, zu sehen 🦩🦩
Am Nachmittag erreichte die Gruppe schließlich ein kleines Dorf der Maya, wo sie von Gladies schon mit Ihrer Großfamilie erwartet wurden! Alle sind da und helfen mit, das mehrgängige Abendessen zu kochen, Oma, Opa, und all die Enkelkinder. Sie sind sehr stolz auf ihr Rezept und bringen es den Besuchern gerne bei! 😍