06/07/2020
So (un-)sicher fühlen sich die Berlinerinnen und Berliner auf den Straßen der Hauptstadt.
Heute haben wir die Ergebnisse des “Berliner Straßenchecks” veröffentlicht. Die Umfrage mit mehr als 21.000 Teilnehmenden hat untersucht, auf welchen Radwegen sich Radfahrende sicher fühlen, aber auch die Perspektive von Autofahrer:innen und Fußgänger:innen wurde abgefragt. Radfahrende und Autofahrende sind sich einig: Breite Radwege getrennt durch Blumenkästen oder Poller sind die sicherste Lösung.
Alle Ergebnisse und die Daten zur weiteren Auswertung findet ihr unter https://fixmyberlin.de/research/subjektive-sicherheit
Nach umfangreicher Auswertung des komplexen Datensatzes zeigen sich deutliche Trends:
Radeln neben dem Gehweg (im Seitenraum) fühlt sich sicherer an als auf der Fahrbahn und wird auch von Fußgänger:innen akzeptiert, wenn genügend Platz da ist.
Radwege an Hauptstraßen, die 3,5 meter breit sind erreichen im Durchschnitt 79,88% “sichere” oder “eher sichere” Bewertungen. Am besten sind sie grüngefärbt oder baulich getrennt (z.B. durch Poller).
Radstreifen zwischen fahrenden und parkenden Autos werden als sehr unsicher empfunden (58,35% “sicher” oder “eher sicher”) . Die bessere Alternative ist ein breiter Radweg rechts der parkenden Autos. (94.22% “sicher” oder “eher sicher”)
Radfahren in Nebenstraßen, auch auf Fahrradstraßen, ist subjektiv deutlich unsicherer (69.42% “sicher” oder “eher sicher”), wenn diese nicht für den Autoverkehr gesperrt sind. (28.34% “sicher” oder “eher sicher”)