09/08/2021
Georg Altherr
Freitag, 06. August 2021 - 18:13 Uhr
Seit einem Vierteljahr steht um den Totempfahl im Rosengarten ein Gerüst. Das sieht nicht nur hässlich aus. Es ist auch unnütz, denn kein Mensch arbeitet auf dem Gerüst. Es steht nur da. Hoffen wir, dass es bis zum Herbst nicht anwächst.Da die ersten Rosen im Mai zu blühen beginnen, verschandelte das Gerüst sogar die gesamte Rosengartensaison, denn inzwischen ist die Hauptblütezeit vorbei. Was jetzt noch kommt, sind Zweit- und Drittblüten, auch ganz schön, aber eben nicht mehr die volle Pracht.
Es fragt sich, warum man den Totempfahl, der angeblich restauriert werden muss, nicht über Winter hergerichtet hat. Im vergangenen Winterhalbjahr oder im kommenden. Im Winter stört ein solches Gerüst viel weniger, weil dann eh nichts grünt und blüht.
Und überhaupt: Der indianische Totempfahl ist im Rosengarten fehl am Platz. Er soll die Freundschaft mit den Kanadiern symbolisieren. Aber kamen die Kanadier tatsächlich als Rosengärtner nach Zweibrücken? Nein, sie waren als Soldaten hier, als Piloten, als Angehörige der Luftwaffe. Also stünde der Totempfahl doch wohl besser auf dem Flughafen. Da gibt es noch einige Kreisel, die der Pfahl tatsächlich schmücken könnte – anstatt in der hintersten Ecke des Rosengartens eingerüstet zu vermodern.
Unsere Stellungnahme:
Leserbrief zum Kommentar von G. Altherr zu den Restaurierungsarbeiten am Totempfahl
Der Deutsch Kanadische Club Zweibrücken und seine Mitglieder haben die Patenschaft für den Totempfahl im Rosengarten, dessen Gegenstück in Barrie unserer Partnerstadt steht, übernommen. Unsere Kanadischen Freunde freuen sich bei ihren Besuchen immer wieder darüber, dass dieses Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit im Herzen der Stadt und dort im Rosengarten seinen Standort gefunden hat und eben nicht in Mitten eines Gewerbegebiets steht. Dies haben sie zuletzt mit ihrer Spende zur Restaurierung des Totems deutlich gezeigt. An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen anderen Spendern, dem Gerüstbauer und den Handwerkern, den UBZ bedanken - den UBZ insbesondere auch dafür, dass Sie uns erlaubt haben, dass Gerüst stehen zu lassen, bis das Wetter die Restaurierung möglich macht und so keine unnötige Kosten entstehen. Wir bedanken uns außerdem für die Würdigung unserer Arbeit durch Herrn Altherr.
Stephanie Neumüller
Vorsitzende des DKC Zweibrücken