12/07/2016
Immer wieder bekomme ich folgende Fragen, die ich gerne heute einmal in Kurzform beantworte.
Was ist eigentlich ein Havariekommissar und wie wird man ein solcher? Was macht ein Havariekommissar eigentlich?
Also, erstmal lässt man sich zum Havariekommissar ausbilden. Wo geht das? Ganz einfach - z.B. bei Herrn Karl Selig in Bad Pyrmont.
In der Regel sind dies 7 Tage Vollzeit Ausbildung mit einer Abschlussprüfung.
Dann ist man Sachverständiger für Transport-, Lager-, Waren-, Verpackungs-, Umzugs-, und Verkehrshaftungsschäden. Also man begutachtet vor Ort Havarieschäden entweder noch am Unfallort oder später in einer Lagerhalle. Als unabhängiger Sachverständiger sammelt man alle aber auch alle Hinweise die zum Schaden geführt haben; begutachtet die Ware; hält alles in Bild und Schriftform fest und fertigt dann einen Schadensbericht. Dieser geht dann auch schon mal über 40 Seiten und hat 120 Bilder inne.
Wer beauftragt einen Havariekommissar? In der Regel derjenige, der das größte Interesse an einer Ware hat. Es kann der Absender, die Versicherung, der Spediteuer oder auch der Kunde sein.
Wie kommt ein Havariekommissar an Aufträge? Er muss viel, sehr viel Geduld haben und gut vernetzt sein. Er sollte aus dem Transportwesen oder aus dem Sachverständigen Bereich kommen. Er braucht Zugang zu Verladern, Spediteuren, Versicherungen und Herstellern. Am Anfang braucht er gute Freunde, die bereits lange dabei sind.... Hier gilt insbesondere auch nochmals mein Dank an meinen Freund und Ausbilder Karl Selig. Wer von ihm gefördert werden möchte, der muss hart an sich arbeiten, Leistung bringen, gut, besser sehr gut sein und ehrlich.
Was verdient ein Havariekommissar? Zuwenig!!! Am Anfang zu wenig zum leben und zuviel zum sterben.
Was kostet die Ausbildung und Ausrüstung? Es dürften heute zwischen € 5.000,00 bis € 7.000,00 sein.
Wer jetzt noch Fragen hat, der darf mich gerne anrufen.
Herzliche Grüße
Horst Hoffmann