Team BonnyMobil

Team BonnyMobil Ein Frauchen, ein Hundemädchen und eine alte Transe entdecken Spanien

Ein Tag zwischen Verkehrschaos, Shoppingwahn und 43.000 Kalorien 😂Heute hatten wir einen richtig genialen Tag. Wobei … „...
02/09/2026

Ein Tag zwischen Verkehrschaos, Shoppingwahn und 43.000 Kalorien 😂

Heute hatten wir einen richtig genialen Tag. Wobei … „richtig genial“ ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Sagen wir: 95 Prozent genial. Die ersten fünf Prozent haben wir nämlich schon auf der Fahrt nach Lorca verloren. 😂

Wir hatten um 10 Uhr einen Termin beim Hundefrisör. Soweit der Plan.

Was wir nicht eingeplant hatten: Lorca hatte offenbar beschlossen, uns persönlich daran zu hindern.

Alle Straßen, die ich normalerweise fahren würde, waren gesperrt. Irgendwie hat Lorca gerade beschlossen, eine Zuglinie zu bauen. Natürlich. Warum auch nicht? Offenbar fehlte der Stadt noch ein bisschen zusätzliches Verkehrschaos.

Also suchten wir uns durch Lorca, fuhren Umwege, suchten neue Umwege und ich fluchte. Viel. Sehr viel.

Ich habe sogar versucht, auf Spanisch zu fluchen, weil Raquel neben mir saß und ich ja schließlich Spanisch lernen möchte.

Aber seien wir ehrlich: Für ordentliches spanisches Fluchen reicht mein Wortschatz noch nicht.

Also musste vorerst die deutsche Version her. Und wenn es richtig ernst wurde, kam natürlich noch die bayerische Version dazu.

Ich glaube allerdings, Raquel hat auch ohne Übersetzung ziemlich genau verstanden, was ich von den gesperrten Straßen hielt. 😂

Um 10:10 Uhr waren wir dann endlich beim Hundefrisör.

Bonny wurde abgegeben, die Hundefriseurin war sehr geduldig und dann machten wir uns auf den Weg ins Almenara-Einkaufszentrum.

Erster Programmpunkt:

KAFFEE.

Das war auch dringend nötig, damit mein Blutdruck und mein Fluchpegel wieder auf ein gesellschaftsfähiges Niveau kamen. 😂

Eigentlich wollten wir gar nicht groß shoppen. Wir wussten nämlich überhaupt nicht, was wir kaufen wollten.

Das ist ja bekanntlich die beste Voraussetzung dafür, am Ende trotzdem mit mehreren Tüten nach Hause zu kommen.

Ich habe Material besorgt, um hier endlich mal ein paar Löcher zu stopfen. Denn langsam reicht es mir mit den fremden Mitbewohnern auf vier, sechs oder sonst wie vielen Beinen.

Mäuse, Gartenschläfer und was sich sonst noch meint, in meinem Zuhause einmieten zu müssen, können sich langsam mal eine andere Wohnung suchen.

Ich habe nämlich keine Lust mehr auf eine WG.

In einer Parfümerie sind dann natürlich auch noch ein paar Sachen in unsere Einkaufstaschen gefallen.

Ganz aus Versehen.

Klar. 😂

Und heute Abend gibt es dann noch mein persönliches Beauty-Programm: Raquel macht mir endlich meine Augenbrauen permanent und bringt sie mal wieder ordentlich in Form.

Denn ich habe inzwischen die natürliche Farbpalette „Silbergrau Deluxe“ erreicht.

Ich bin grau.

Ich bin alt.

Ich bin grau.

Punkt.

Da darf man ruhig ein bisschen nachhelfen. 😂

Danach ging es noch durch ein paar andere Geschäfte. Allerdings nur zum Schauen.

Ich bin schließlich auf Sparkurs.

Also zumindest theoretisch.

Dann kam der kulinarische Teil des Tages.

Raquel wollte mich zum Menü del día einladen und nachdem wir Bonny beim Hundefrisör abgeholt hatten, ging es zunächst in ein Lokal in Purias, das ich seit bestimmt fünf Jahren nicht mehr besucht hatte.

Früher war ich dort begeistert. Tolles Menü del día, tolles Essen, tolle Bedienung.

Heute?

Ähm … Nein.

Da hat sich einiges verändert.

Ich stand da und dachte nur:

„Hier möchte ich jetzt bitte nichts essen.“

Irgendwie sah mir das alles ein bisschen zu … uselig aus.

Also gab es lediglich einen Tinto de Verano und dann haben wir uns wieder verabschiedet.

Sehr zur Freude meines Magens. 😂

Raquel hatte allerdings noch eine andere Idee und zeigte mir eine Panadería, die ich tatsächlich noch nicht kannte.

Und das ist schon fast peinlich, weil ich immerhin drei Jahre dort gelebt habe.

Aber gut. Man kann nicht jede Bäckerei kennen.

Was allerdings nicht bedeutet, dass man dort mit leeren Händen wieder rausgeht.

Also landeten Brot, Kekse, Empanadas und sogar zuckerfreie Madeleines bei mir.

Ja. Die haben da tatsächlich zuckerfreie Madeleines.

Damit war mein Sparkurs dann zumindest schon mal leicht angeschlagen.

Aber noch nicht offiziell beendet.

Danach ging es zu unserem eigentlichen Ziel: der Venta Tebar.

Und da wusste ich wieder, warum ich dieses Restaurant so mag.

Gemütlich, leckeres Essen und ein richtig gutes Menü del día.

Ich hatte natürlich wieder Fisch im Visier.

Als Vorspeise gab es eine fantastische Fischsuppe.

Danach Salat und als Hauptgericht eine gemischte Fischplatte mit Pommes.

Bis dahin war alles noch völlig vernünftig.

Und dann kam der Nachtisch.

Pistazien-Käsekuchen.

Leute …

HAMMER.

Das Ding war so lecker, dass ich bereit war, für einen Moment sämtliche guten Vorsätze aus meinem Gedächtnis zu löschen.

Der hatte ungefähr gefühlt 43.000 Kalorien, aber dafür war er auch verdammt gut. 😂

Und damit habe ich heute nicht nur meine Kalorienzahl erheblich überlastet.

Mein Portemonnaie hat ebenfalls Überstunden gemacht.

Aber was soll's.

Manchmal muss man einfach einen richtig schönen Tag haben.

Und schön war er.

Vor allem, weil Bonny jetzt wieder aussieht wie ein kleiner Hund und nicht wie ein Punk. 😂

Sie hat ihren punkigen Winterstyle ausgezogen und läuft jetzt wieder im Sommerlook durch die Welt.

Und als wir sie beim Hundefrisör abgeholt haben, hat sie sich so unglaublich gefreut, ihr Frauchen wiederzusehen, dass sowieso alles andere egal war. ❤️

Ich würde sagen: 95 Prozent genialer Tag. Die restlichen fünf Prozent waren Lorca. 😂

26/08/2026

🇪🇸 Spanisch lernen im Campo – ganz entspannt und persönlich ☕️

Wir haben da mal eine kleine Idee … und vielleicht gibt es hier ja genau die Menschen, die wir dafür suchen. 😊

Meine Freundin und Nachbarin Rachel und ich möchten einen kleinen, gemütlichen Spanischkurs bei uns im Campo ins Leben rufen.

Gesucht werden Menschen mit Deutsch oder Englisch als Muttersprache bzw. sehr guten Englischkenntnissen, die ungefähr auf dem Niveau A1/A2 Spanisch lernen und ihre Kenntnisse gerne in einer kleinen, entspannten Runde verbessern möchten.

Der Unterricht findet auf Englisch statt. 🇬🇧➡️🇪🇸

Rachel ist keine ausgebildete Sprachlehrerin – das möchten wir ganz offen sagen. Aber sie spricht sehr gut Spanisch, kann wunderbar erklären und hat vor allem ein echtes Talent dafür, jemandem eine Sprache näherzubringen. Ich weiß das ziemlich genau, denn Rachel unterrichtet mich selbst schon seit mehreren Monaten. 😉

Wir möchten ausdrücklich keine klassische Schulstunde daraus machen. Es soll gemütlich, persönlich und vor allem praktisch sein – viel sprechen, zuhören, üben und natürlich auch mal über die Dinge lachen, die beim Spanischlernen so passieren. 😄

Die Gruppe wird bewusst auf maximal fünf Personen begrenzt.
Das heißt: Wir suchen noch vier Leute, die Lust haben, mit uns gemeinsam Spanisch zu lernen. 🇪🇸

Und weil Lernen mit Kaffee einfach besser funktioniert, kümmere ich mich um Kaffee, Getränke und ein paar kleine Snacks. ☕️🍪

💶 Kosten:
15 € pro Stunde für den Unterricht bei Rachel

+ 5 € pro Person für Getränke und Snacks

📍 Der Unterricht findet bei uns im Campo statt.

Wenn du also ungefähr auf A1/A2 bist, gut Englisch sprichst und Lust auf eine kleine, persönliche und vor allem entspannte Spanischrunde hast, dann melde dich einfach bei mir. 😊

Vielleicht wird aus unserer kleinen Idee ja tatsächlich eine kleine Spanisch-Schule im Campo. 🇪🇸❤️

¡Nos vemos!

Aufgrund der vielen Nachfragen, hier einmal meine WhatsApp Nummer...
015759415451
Da könnt ihr mich erreichen und ich kann all Eure Fragen beantworten.

Ich glaube, wir müssen noch einmal über meinen kleinen Strandbeitrag sprechen.Inzwischen hat er sich nämlich etwas verse...
22/08/2026

Ich glaube, wir müssen noch einmal über meinen kleinen Strandbeitrag sprechen.

Inzwischen hat er sich nämlich etwas verselbstständigt. Über 200 Kommentare sind es bis jetzt...

Ich möchte mich an dieser Stelle zunächst einmal ganz herzlich bedanken.

Nicht nur für die Zustimmung.

Vor allem für die Kreativität derer, die mich offenbar für eine ernsthafte Bedrohung ihrer persönlichen Freiheit halten.

Ich hätte niemals gedacht, dass der Satz

„Ich verstehe nicht, wie man bei 38 Grad stundenlang am Strand liegen kann“

so viel gesellschaftliches Konfliktpotenzial besitzt.

Aber ich habe gelernt.
Sehr viel sogar.

Zum Beispiel, dass ich offenbar „falsch programmiert“ bin.
Dass mit mir etwas nicht stimmt.
Dass ich bescheuert bin.
Dass ich einen irrsinnigen Post geschrieben habe.
Dass ich „heulen“ soll.

Und dass ich doch bitte schön in Reichweite meiner Klimaanlage bleiben soll.
Das Letztere mache ich übrigens weiterhin. 😎

Dann kam die große Reiseberatung.
Norwegen.
Skandinavien.
Grönland.
Irland.

Offenbar ist die einzig akzeptable Reaktion auf meine persönliche Abneigung gegen 38 Grad, dass ich sofort auswandere.

Ich möchte an dieser Stelle nur kurz erwähnen:
Schweden kenne ich bereits.
Ist toll.

Aber ich wohne nun einmal hier und habe nicht vor, jedes Mal das Land zu wechseln, wenn mir ein heißer Tag nicht gefällt.

Dann wurde es politisch....
Sehr politisch.

Da wurde vermutet, mein Beitrag sei irgendein „neumodisches Linkending“.

Ich sei offenbar gegen Sonne und Strand, damit ich kein Klimawandelleugner und somit nicht rechts sei.

Ich muss zugeben:
Da war ich kurz sprachlos.
Ich hatte eigentlich nur keine Lust zu schwitzen.

Dass daraus eine politische Weltanschauung entstehen kann, war mir neu. 😂

Ein anderer Kommentar erklärte mir, die Sonne stehe für Leben und Wachstum und nicht für „Klimairrsinn“.

Auch interessant.
Ich hatte bisher angenommen, die Sonne sei einfach die Sonne.

Aber gut.
Man lernt nie aus.

Besonders beeindruckend fand ich allerdings die naturwissenschaftliche Abteilung der Kommentarspalte.

Da wurde mir erklärt, dass Sand die Hitze im Körper reguliert, das Meer den Körper mit Mineralien auffüllt, die Sonne Vitamin D schenkt und mein Verhalten extrem ungesund sei.

Außerdem würden die meisten Menschen durch Klimaanlagen krank.

Ich muss ehrlich sagen:
Das hat mich fast überzeugt.

Ich stand kurz davor, meine Klimaanlage abzuschalten, den Wohntrailer zu verlassen und mich freiwillig bei 38 Grad in den Sand zu legen.

Dann habe ich allerdings daran gedacht, wie warm der Sand ist.
Und bin lieber sitzen geblieben.
😂

Natürlich durfte auch die KI-Debatte nicht fehlen.

Ein besonders aufmerksamer Leser erkannte angeblich schon an meinen Zwei- und Ein-Wort-Sätzen und den Zeilenumbrüchen, dass der Text von einer KI stammt.

Das ist interessant.
Offenbar ist der nächste Schritt der künstlichen Intelligenz also nicht mehr, die Welt zu erobern.

Sie schreibt inzwischen offenbar Facebook-Beiträge über Menschen, die nicht schwitzen möchten.

Ich kann beruhigen:
Die KI hilft mir bei diversen Bildern...Denken und schreiben kann ich schon ganz alleine... Obwohl mir denken ja einige Kommentatoren grundsätzlich absprechen. .

Aber der Gedanke, dass ich bei 38 Grad lieber an meiner Klimaanlage klebe, stammt ganz allein von mir.
Dafür übernehme ich die volle Verantwortung. 😂

Und dann gab es noch diejenigen, die sich ganz grundsätzlich fragten:

„Wen interessiert deine Meinung?“

Eine berechtigte Frage.

Ich frage mich allerdings seit fast 200 Kommentaren:
Wenn es wirklich niemanden interessiert – warum schreiben dann so viele etwas dazu? 😉

Und mein persönlicher Favorit war:
„Warum wird mir so ein Blödsinn angezeigt?“

Tja.

Da bin ich nun wirklich überfragt.

Ich wusste bisher nicht, dass ich auch noch dafür verantwortlich bin, was Facebook anderen Menschen anzeigt.

Langsam bekomme ich echt Angst vor mir selbst.

Erst bevormunde ich Strandbesucher.

Dann beeinflusse ich angeblich die Klimapolitik.

Dann gefährde ich die persönliche Freiheit.

Dann werde ich zur politischen Linken erklärt.

Und jetzt steuere ich auch noch den Facebook-Algorithmus.

Ich bin doch einfach nur die Frau, die einfach nur nicht schwitzen wollte.
😂

Was mich an der ganzen Geschichte aber tatsächlich am meisten amüsiert:

Es gibt auch jede Menge Menschen, die schreiben:
„Wir bleiben bei dieser Hitze ebenfalls zu Hause und freuen uns auf September.“

Und genau das war eigentlich der Sinn meines ursprünglichen Beitrags.

Nicht zu sagen, dass andere Menschen falsch liegen.

Nicht zu sagen, dass niemand an den Strand gehen soll.

Und schon gar nicht wollte ich irgendjemandem vorschreiben, wie er seine Freizeit verbringt.

Ich habe lediglich festgestellt:
Ich würde es nicht machen.

Ihr dürft gerne.
Von mir aus auch sechs Stunden.
Mit Sonnenschirm oder auch ohne.
Mit Liege.
Mit Badehandtuch.
Mit Luftmatratze.
Mit allem, was ihr möchtet.

Ich bleibe trotzdem im Wohntrailer.

3 Meter von der Klimaanlage entfernt.

Und damit wären wir eigentlich wieder genau bei meinem ursprünglichen Gedanken.

Wer den ersten Beitrag noch nicht kennt, kann ihn gerne auf der TeamBonnyMobil Seite nachlesen.

Und natürlich auch die mittlerweile fast 200 Kommentare.
Dann könnt ihr euch selbst ein Bild machen.

Ich werde jedenfalls weiterhin niemandem vorschreiben, wo er seinen Sommer verbringen soll.

Ihr dürft an den Strand.
Ihr dürft in die Sonne.
Ihr dürft 38 Grad lieben.
Ihr dürft mich für verrückt halten.
Ihr dürft mich sogar nach Norwegen schicken.

Aber ich darf trotzdem zu Hause bleiben.

Und jetzt entschuldigt mich bitte.
Die Klimaanlage ruft.
Ich bin schon wieder fast 5 Meter entfernt.
Das geht so nicht. 😎

38 Grad und trotzdem an den Strand – bin ich eigentlich die Einzige, die das nicht versteht?Gestern war ich mal wieder i...
21/08/2026

38 Grad und trotzdem an den Strand – bin ich eigentlich die Einzige, die das nicht versteht?

Gestern war ich mal wieder in Águilas und habe etwas gesehen, das mich nachhaltig beschäftigt: den Strand.

Nicht den Strand an sich. Den finde ich ja durchaus schön. Das Meer ist toll, Sand ist auch irgendwie nett...auch wenn der extrem anhänglich ist und wochenlang noch immer in irgendwelchen merkwürdigen Stellen zu finden ist...und gegen ein bisschen Planschen habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden.

Aber… bei 38 Grad?

Ich meine: Was stimmt mit euch nicht? 😂

Die Strände waren rappelvoll. Wirklich voll. Handtuch an Handtuch, Mensch an Mensch, Liege an Liege und Sonnenschirm an Sonnenschirm. Unter den Sonnensegeln und Schirmen saßen und lagen Menschen, als wäre das die natürlichste Sache der Welt.

Und ich stand da und dachte nur:

„Ihr wisst aber schon, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, diesen Tag zu verbringen?“

Zum Beispiel drinnen.
Mit Klimaanlage.
Auf dem Sofa.
In Reichweite eines kalten Getränks.
Und möglichst nicht weiter als 3 Meter von der Klimaanlage entfernt.

Das ist für mich bei solchen Temperaturen nämlich kein Luxus, sondern Überlebensstrategie.

Ich verstehe ja, dass Urlauber an den Strand wollen. Schließlich hat man dafür bezahlt. Da kann man ja schlecht zum Reiseveranstalter sagen: „Vielen Dank für Spanien, aber ich bleibe die nächsten zehn Tage im klimatisierten Hotelzimmer.“

Aber was mich wirklich interessiert: Sind das alles Urlauber und Zugereiste? Also Auswanderer?

Oder gehen tatsächlich auch Einheimische bei 38 Grad freiwillig an den Strand und verbringen dort mehrere Stunden?

Ich habe ja immer gedacht, die Spanier hätten das mit der Hitze längst verstanden. Die machen Siesta, gehen später raus, vermeiden die Mittagssonne und sitzen irgendwo gemütlich im Schatten.

Aber nein.

Da liegen sie.

Bei 38 Grad.

Freiwillig.

Stundenlang.

Unter einem Sonnenschirm.

Und ich frage mich ernsthaft, ob ich vielleicht einfach falsch programmiert bin.

Denn ich bin offensichtlich der Mensch, der bei 38 Grad nicht denkt:

„Herrlich! Ich fahre zum Strand!“

Sondern:

„Wo ist die nächste Klimaanlage und wie weit darf ich mich maximal davon entfernen?“

Meine persönliche Wohlfühlzone besteht inzwischen aus einem Wohntrailer, geschlossenen Fenstern, heruntergelassenen Rollos und einer Klimaanlage, die tapfer gegen die spanische Sonne ankämpft.

Und dann schaue ich aus dem Autofenster und sehe diese Menschenmassen am Strand und denke:

Vielleicht bin ich ja doch die Verrückte.

Wobei…

Wenn ich mir aussuchen kann zwischen „bei 38 Grad dicht an dicht am Strand liegen“ und „im klimatisierten Wohntrailer sitzen und mich keinen Millimeter unnötig bewegen“ …

Dann bin ich sehr gerne verrückt.

Und wenn ihr mich sucht:

Ich bin ungefähr 3 Meter von der Klimaanlage entfernt.

Weiter gehe ich heute nicht. 😎

Die faule Socke und das Casa BonnyMobilIch glaube, ich bin inzwischen wirklich zu einer faulen Socke mutiert. 😂Eigentlic...
16/08/2026

Die faule Socke und das Casa BonnyMobil

Ich glaube, ich bin inzwischen wirklich zu einer faulen Socke mutiert. 😂

Eigentlich war der Plan für heute ganz anders: Wecker stellen, nach Puerto Lumbreras Estacion fahren, im Lieblings-Estanco meinen Tabak holen, über den Markt schlendern und vielleicht sogar noch ein paar Freunde besuchen.

Tja.

Ich habe natürlich keinen Wecker gestellt. 🤦‍♀️

Und wann werde ich wach?
Um 10 Uhr.

Da war der Plan dann eigentlich schon Geschichte. Bis ich geduscht, frisch und einigermaßen gesellschaftsfähig bin, gefrühstückt habe und mein Hirn nach mindestens 6 Kaffeefässchen überhaupt beschlossen hat, seinen Dienst aufzunehmen, ist es Mittag. Markt? Zu. Tabakshop? Wahrscheinlich auch zu. Also: verschieben wir es.

Auf morgen.

Oder übermorgen.

Oder irgendwann.

Oder nächste Woche.

Judith Style eben. 😂

Wobei ich sagen muss: So richtig schlimm finde ich das gar nicht. Wir haben Hochsommer, über 30 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit und Aguilas und Umgebung ist momentan noch voller Touristen. Ich habe einfach überhaupt keine Lust, mich irgendwo durch Menschenmassen zu schieben oder mich ins Auto zu setzen, wenn ich eigentlich viel lieber in meinem Casa BonnyMobil sitze.

Hier habe ich schließlich auch genug zu tun. Lesen, Handarbeiten – wobei mein Malletfinger da gerade ein kleines Veto einlegt –, herumwerkeln, dies und das machen und einfach vor mich hinleben.

Und Freunde besuchen wollte ich eigentlich auch. Menschen, die ich tatsächlich vermisse. ❤️

Aber ganz ehrlich: Ich bin im Moment einfach nicht bereit, mich für einen Besuch irgendwohin zu bewegen. Freunde und Bekannte dürfen mich gerne jederzeit besuchen. Kaffee und Kuchen gibt's bei mir eher rund um die Uhr. 😜 Ich habe nur gerade keine Lust, für irgendwen oder irgendwas meine Casa BonnyMobil zu verlassen, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Bonny sieht das übrigens komplett anders.

Die Dame hat letzte Woche ihre Librela-Spritze bekommen und hält sich seitdem offenbar wieder für einen Junghund. 😂

Da wird herumgelaufen, herumgeschnüffelt, kontrolliert, inspiziert und vermutlich innerlich schon der nächste Marathon geplant.

Während Frauchen denkt: „Ach, heute bleiben wir einfach schön zu Hause.“

Bonny: „WAS? ZU HAUSE? Wir müssen los! Ich bin jung! Ich bin fit! Ich habe Energie!!! Ich will Action und zwar sofort!!"😂🐾

Nun ja.

Morgen muss ich raus. Da stehen ein paar Sachen an und vor allem muss die Futterkiste wieder aufgefüllt werden.

Aber heute?

Heute mache ich gar nichts.

Na ja … fast nichts.

Es gibt schließlich so viel zu tun.

Verschieben wir es auf morgen. 😎

Und wenn morgen nicht passt, gibt es ja immer noch übermorgen.

Man muss sich schließlich alle Optionen offenhalten. 😂

Sonnenfinsternis in Spanien ist das allergrößte ......haben sie gesagt..... Musst du dir unbedingt angucken..... Haben s...
12/08/2026

Sonnenfinsternis in Spanien ist das allergrößte ......haben sie gesagt..... Musst du dir unbedingt angucken..... Haben sie gesagt...

OK.... Das war der Moment, an dem der Mond die Sonne zu über 90 Prozent verdeckte. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich vorstellen! 😁😅

Mein Mallet Finger und ich haben den ersten Tag ....von insgesamt 100 Tagen... mehr oder weniger erfolgreich geschafft.....
06/08/2026

Mein Mallet Finger und ich haben den ersten Tag ....von insgesamt 100 Tagen... mehr oder weniger erfolgreich geschafft......

Ich glaube, mein linker Mittelfinger und ich müssen dringend ein zweites Gespräch führen...Nachdem ich euch vor ein paar...
05/08/2026

Ich glaube, mein linker Mittelfinger und ich müssen dringend ein zweites Gespräch führen...

Nachdem ich euch vor ein paar Tagen von meinem kleinen „Finger-Drama“ erzählt habe, gibt es jetzt ein Update.

Ich war gestern bei Dr. Vispo. Das Röntgenbild hat bestätigt: Ja, meine Vermutung war richtig. Es ist tatsächlich ein Mallet-Finger.

Die gute Nachricht: Kein Knochen beteiligt.
Die schlechte Nachricht: Mein Finger braucht jetzt eine feste Beziehung... mit einer Schiene. Und zwar für ungefähr 100 Tage.

Hundert Tage.

Mein Finger hat also beschlossen, länger Urlaub zu machen als manche Menschen.

Das Problem ist nur: Er liegt jetzt in einer Position, die er überhaupt nicht toll findet. Und er macht mir das auch ziemlich deutlich. Er möchte eigentlich lieber wieder so liegen, wie er vorher war. Frei, beweglich und ohne Plastik drumherum.

Aber da hat er leider Pech gehabt. Diesmal entscheidet nicht der Finger. Diesmal entscheidet die Vernunft.

Und bevor jetzt jemand denkt: „Oh Gott, das muss doch furchtbar weh tun.“

Nein und ja. Es tut schon höllisch weh. Und zwar nicht nur der Mittelfinger mit der Schiene sondern die ganze Hand. Ich soll ja die Hand richtig ruhig halten. Aber irgendwie scheine ich doch südländisches Blut zu haben.... ich rede gerne mit Händen und Füßen! Und genau das ist momentan echt fatal. Jedes Mal wenn ich die Hand hektisch bewege, schießt ein Schmerz dadurch. Aber auch wenn die Hand tatsächlich mal ruhig liegt Ford und zuckt es darin. Aber trotzdem...Der Schmerz ist nicht das größte Problem.

Das Problem sind die tausend kleinen Dinge, an die man vorher überhaupt nicht denkt.

Zum Beispiel Toilettengang.

Ja, genau.

Wie bitte benutzt man plötzlich die rechte Hand für Dinge, die man seit über 60 Jahren automatisch mit links macht? Ich hätte nie gedacht, dass eine Fingerschiene mich mal vor solche philosophischen Herausforderungen stellt.

Oder ein Gurkenglas.

Früher: Glas nehmen, aufdrehen, fertig.

Heute: Ich schaue das Gurkenglas an. Das Gurkenglas schaut zurück.
Wir wissen beide: Einer von uns gewinnt dieses Duell nicht.

Also gibt es erstmal keine Gurken. Problem pragmatisch gelöst. Ein Glasöffner steht jetzt allerdings ganz oben auf meiner Einkaufsliste.

Gestern gab es dann den ersten echten Praxistest.

Ich hatte für meine Nachbarin und mich einen richtig genialen Sommerdrink ...mit ein bisschen Vermuth, gefrorene Beeren , ganz viel Eis und Aqua von gas...gemacht. Schön kalt, schön lecker.

Und dann?

Rutsch.

Das Glas fällt mir aus der rechten Hand und zerschellt auf dem Boden.

Das eigentlich Schlimmste war nicht einmal das kaputte Glas.

Es war der Gedanke: „Verdammt... mein schöner Sommerdrink!“

Prioritäten muss man schließlich setzen. 😉

Auch meine geliebte Kaffeetasse hat schon Bekanntschaft mit der neuen Realität gemacht. Sie ist mir ebenfalls aus der Hand gerutscht. einfach so...ohne Vorwarnung.

Und nein, nicht der Kaffee auf dem Boden war das Drama.

Das Drama war: Ich konnte ihn nicht mehr trinken.

Eine Katastrophe für einen Menschen, dessen Blut vermutlich zu einem gewissen Prozentsatz aus Kaffee besteht.

Nachts war die Schiene dann mein persönlicher neuer Mitbewohner.

Egal wie ich den Arm gelegt habe – irgendwas störte immer.

Kurzzeitig hatte ich sogar den Gedanken: „Man müsste doch ein Gewinde in den Arm einbauen können. Dann könnte man die Hand bei Bedarf einfach abschrauben und weglegen.“ 😂

Praktisch wäre es ja.

Nicht unbedingt medizinisch sinnvoll... aber praktisch.

Auch das Rauchen musste ich neu lernen. Die Zigarette links halten? Vergiss es.

Das Ergebnis: Eine kleine Brandstelle im T-Shirt, weil mir die Zigarette einfach aus der Hand gerutscht ist wegen der Schiene..

Man merkt plötzlich, wie viele Bewegungen einfach automatisch funktionieren.

Und dann kommt so eine kleine Schiene und sagt:

„Nein. Heute machen wir das anders.“

Ich bin wirklich gespannt, was ich in den nächsten Tagen noch alles entdecke.

Was nicht funktioniert.

Was überraschend doch funktioniert.

Welche Dinge plötzlich zu Herausforderungen werden, über die ich vorher nie nachgedacht hätte.

Aber gut...

Es sind ja nur noch 99 Tage. 😉

Und wenn ich ehrlich bin: Es gibt schlimmere Orte, um mit einer Fingerschiene zu sitzen.

Wenn ich schon eingeschränkt bin, dann lieber hier mit Meer, Sonne, Freunden, Spanisch lernen und Bonny an meiner Seite.

Nur eines ist sicher:

Falls ihr demnächst eine Frau seht, die mit einer Hand ein Gurkenglas bekämpft, mit ihrem Mittelfinger diskutiert und dabei ihren Kaffee am besten direkt aus der Thermoskanne trinkt...

Dann bin ich das.

Drückt mir die Daumen.

Den linken bitte nicht.

Der hat gerade schon genug um die Ohren. 😉

Ich glaube, ich muss mich mal mit meinem linken Mittelfinger an einen Tisch setzen und ein ernstes Gespräch führen...Vor...
02/08/2026

Ich glaube, ich muss mich mal mit meinem linken Mittelfinger an einen Tisch setzen und ein ernstes Gespräch führen...

Vor ungefähr zehn Wochen habe ich mir den linken Mittelfinger an meiner Gartenliege so richtig schön gequetscht. Das obere Fingerglied hing danach etwas tiefer als vorgesehen. Da der Finger kaum Schmerzen machte, dachte ich: Ach, wartest du mal ab. Wird schon wieder.

Tja... offenbar gehört mein Finger zur Kategorie "Nö."

Nach allem, was ich inzwischen gelesen habe, könnte es ein Mallet-Finger sein. Das bedeutet: Arzt, wahrscheinlich eine Schiene – und die dann sechs bis acht Wochen 24 Stunden am Tag, ohne Pause.

Eigentlich hätte ich dafür genau den richtigen Arzt. Dr. Vispo hier in Águilas ist nicht nur ein richtig guter Traumatologe, sondern auch auf Handchirurgie spezialisiert. Besser könnte es kaum passen.

Jetzt kommen allerdings die kleinen "Aber"...

Erstens: Das Ganze wird vermutlich kein günstiges Vergnügen. Ich rechne mal vorsichtig mit ungefähr 500 Euro. Das ist schon eine Hausnummer.

Und zweitens... ich bin Linkshänderin.

Hat schon mal jemand versucht, mehrere Wochen lang plötzlich alles mit der falschen Hand zu machen? Futterdosen für Bonny öffnen? Gemüse schneiden? Spülen? Wäsche? Putzen? Aufräumen? Selbst Bonny vernünftig kraulen entwickelt sich plötzlich zu einer wissenschaftlichen Herausforderung.

Und dann gibt es da noch das eigentliche Drama.

Kaffee.

Ich habe meine geliebten großen Kaffeetassen. Die wiegen leer schon gefühlt so viel wie ein Kleinwagen. Mit der rechten Hand bekomme ich die zwar irgendwie hoch... aber elegant sieht definitiv anders aus.

Sollte ich in den nächsten Wochen also plötzlich auf kleine Espressotassen umsteigen, dann wisst ihr: Das ist keine neue Lebensphilosophie. Das ist reine Überlebensstrategie.

Falls das auch nicht funktioniert... tja... dann werde ich wohl sterben müssen. Wahrscheinlich an akutem Koffeinmangel. 😉

Einen Haushalt einfach mal vier Wochen ruhen lassen, funktioniert leider auch nicht. Eine Spülmaschine habe ich nicht, ein Butler hat bisher auf meine Bewerbung noch nicht geantwortet, und ein persönlicher Assistent scheint ebenfalls gerade ausgebucht zu sein.

Im Moment stehe ich deshalb ein bisschen auf dem Schlauch. Natürlich muss das irgendwann gemacht werden. Und je länger ich warte, desto größer ist das Risiko, dass der Finger dauerhaft so bleibt.

Ein, zwei oder drei Wochen Aufschub würden das Problem wahrscheinlich auch nicht lösen.

Also bleibt wohl nur: Augen zu und durch.

Der Unterschied zu Deutschland? Die Probleme sind genau dieselben. Aber wenn ich zwischendurch eine Pause brauche, kann ich mich mit meinem kaputten Finger wenigstens ans Meer setzen, Spanisch lernen, Freunde treffen oder Bonnys Luxuslimousine spazieren fahren.

Nur ausgerechnet die Dinge, die ich ohnehin nicht besonders liebe – Putzen, Aufräumen und Haushalt – könnten in den nächsten Wochen zu olympischen Disziplinen werden.

Falls ihr also demnächst eine Frau seht, die verzweifelt versucht, eine Konservendose mit einer Hand zu öffnen und dabei laut mit ihrem Mittelfinger diskutiert... dann bin ich das.

Drückt mir einfach die Daumen. Den linken lieber nicht. Der hat im Moment schon genug um die Ohren. 😉

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