19/09/2026
Falls ihr euch gefragt habt, wo ich die letzten Wochen abgeblieben bin ... keine Sorge. Bonny und ich sind noch da und es geht uns gut. 😄
Ich hatte allerdings eine Menge zu tun.
Ich liebe meine Casa BonnyMobil und fühle mich hier auch total wohl. Aber von Anfang an gab es einen kleinen Störfaktor.
Nein, es sind nicht die Nachbarn. Die liebe ich! ❤️
Wie ihr alle wisst, liebe ich es zu essen und zu kochen. Und genau da lag der Knackpunkt: Meine Küche ist relativ klein.
Für ein Supermodel, das zum Mittagessen einen Tic-Tac nimmt, wäre diese Küche wahrscheinlich ideal.
Für mich?
Katastrophe.
Das musste ich ändern.
Wobei das gar nicht so einfach ist. Ich kann ja nicht einfach hier die Küche raushauen und mal eben einen Anbau dransetzen. Das funktioniert leider nicht.
Also mussten andere Möglichkeiten her.
Nach langem Überlegen habe ich sie dann auch gefunden.
Die Lösung war einfach. Pragmatisch. Und vor allem bezahlbar:
Holzkisten.
Ich habe im Internet einfach einige Obstkisten bestellt, sie mit Holzöl lasiert und anschließend gestapelt.
Und siehe da: Stauraum ohne Ende!
Und seit fast zwei Jahren sehe ich auch endlich mal wieder ein Stück meiner Küchenarbeitsplatte. Die war nämlich komplett zugestellt.
Die Planung hat mich Tage gekostet.
Die Umsetzung dann erstaunlicherweise nur eine Nacht.
Und während ich meine neue Küche plante, kam mir noch ein anderer Gedanke:
Eine Spülmaschine.
Mein Finger der linken Hand wohnt ja immer noch in einer Schiene und wird dort vermutlich auch noch eine Weile bleiben. Spülen ist damit ungefähr so elegant wie Elefantenballett auf einem Kindergeburtstag.
Also dachte ich:
Ich gönne mir ein Weihnachtsgeschenk!
Nach viel Nachdenken und noch mehr Recherche hatte ich die Lösung aller Lösungen gefunden:
Eine Tischspülmaschine, die keinen Wasseranschluss braucht.
Genial!
Und ich musste dafür nicht einmal unbedingt eine Niere verkaufen.
Nachdem ich noch einmal sehr lange in mich gegangen war, beschloss ich:
Diese supergeniale Tischspülmaschine wird mir gehören.
Das Universum sah das allerdings etwas anders.
Ich bestellte die Spülmaschine bei Amazon und einige Tage später trudelte sie hier ein.
Sogar früher als angekündigt.
Das hätte mich eigentlich schon stutzig machen müssen.
Das Universum mag mich zwar. Aber so gerne nun auch wieder nicht.
Ich freute mich trotzdem wie ein kleines Kind an Weihnachten.
Beim Auspacken wurde ich allerdings schon ein bisschen stutzig.
Was sollte dieser weiße Schlauch?
Die braucht doch keinen Wasseranschluss!
Den hinteren Ablaufschlauch hatte ich ja verstanden. Aber dieser andere Schlauch, den ich nun in der Hand hielt, war merkwürdig.
Laut Gebrauchsanweisung sollte ich diesen Schlauch mithilfe des mitgelieferten Adapters an meinen Wasserhahn anschließen.
Warum?
Es stand doch ausdrücklich in der Beschreibung, dass diese Maschine keinen Wasseranschluss benötigt.
Also wandte ich mich an meine neue Freundin, die künstliche Intelligenz.
Leider konnte auch sie mir nicht weiterhelfen.
Stattdessen bekam ich ungefähr fünfzigmal die Frage:
„Wo ist denn die Klappe, in die man das Wasser einfüllt?“
Es gibt keine Klappe, in die man Wasser einfüllt!
„Doch, es muss eine Klappe geben, in die das Wasser eingefüllt wird.“
Nein.
Doch..muss.
Es gibt keine ..und jetzt.....Klappe halten.
Dieses Gespräch dauerte gefühlt Stunden.
Am Ende stellten wir fest, dass vermutlich einfach das falsche Modell geliefert worden war.
Ich habe schon lange nicht mehr bayrisch geflucht.
Aber an diesem Abend haben wahrscheinlich alle meine Nachbarn die Bayerin in mir kennengelernt.
Irgendwann kam mein Lieblingsnachbar Eduardo vorbei und schaute sich das Problem an.
Er hatte natürlich auch sofort eine Lösung.
Wir müssten einfach den Küchenschrank aufsägen, einen neuen Schlauch besorgen und einen neuen Wasseranschluss installieren.
Dann könne er die Maschine problemlos anschließen.
Ich sagte:
„Ich denke darüber nach.“
Das habe ich dann auch intensiv getan.
Und bin zu dem Schluss gekommen, dass die ganzen Umbauarbeiten ja auch wieder Geld kosten.
Also habe ich mich direkt mit Amazon in Verbindung gesetzt.
Amazon wiederum wollte sich mit dem Verkäufer in Verbindung setzen.
Der Verkäufer schrieb mir dann auch ganz brav.
Und bot mir einen Rabatt von sage und schreibe ...
10 Euro.
Die ganze Maschine kostet 185 Euro.
Nach meinem Lachanfall habe ich ihm dann sofort zurückgeschrieben, dass ich das für einen Scherz halte und er die Maschine selbstverständlich zurückbekommt.
Heute Nacht bekam ich dann eine liebe Antwort.
Der Verkäufer war noch einmal in sich gegangen und konnte mir nun ganze 30 Euro Rabatt anbieten.
Nun ja.
Allein die Umbauarbeiten würden mich ungefähr 50 Euro kosten.
Und Eduardo und Rachel würde ich natürlich auch gerne zum Essen einladen, wenn sie mir schon beim Umbau helfen. In die Venta zum Menú del Día.
Das ist zwar günstig.
Aber leider nicht kostenlos.
Das kommt also auch noch dazu.
Das habe ich dem Verkäufer dann ebenfalls geschrieben und ihm einen ganz einfachen Vorschlag gemacht:
Ich schicke ihm die falsche Maschine zurück und er schickt mir umgehend die Maschine, die ich tatsächlich bestellt habe.
Falls er das nicht möchte oder diese Maschine überhaupt nicht existiert, möchte ich bitte mein Geld zurück.
Und zwar zeitnah.
Nun bin ich gespannt, wie diese Geschichte ausgeht.
Mein Weihnachtsgeschenk ist jedenfalls erst einmal nach hinten verschoben.
Aber wir haben ja noch ein paar Wochen Zeit.
Vielleicht meint es das Universum ja doch noch gut mit mir.
Meine Küche ist ja jetzt schon fast ideal.
Nun muss ich nur noch eine patente Lösung für meine Terrasse finden. Die wird als Nächstes renoviert.
Oder besser gesagt: Die ist ja eigentlich auch fast neu. Vielleicht wird mein Weihnachtsgeschenk also gar keine Spülmaschine, sondern eine neue Sitzecke für meine Terrasse.
Der nächste Sommer kommt bestimmt. 😉