29/12/2023
Weihnachten für die Einsatz- und Führungskräfte des DRK-Einsatzzug Limmer ins Wasser gefallen – im Dauereinsatz seit 251000dec2023.
Aufgrund der Hochwasserlage im Landkreis Hildesheim buchstäblich ins Wasser gefallen, ist Weihnachten 2023 für die Einsatz- und Führungskräfte des DRK-Einsatzzug Limmer.
Was mit einer „kleinen“ Anfrage des Einsatzstabes der Stadt Alfeld (Leine) am 23. Dezember 2023 begann, formierte sich ab 251000dec2023 zu einem umfangreichen Einsatz und endete erst um 271900dec2023.
Aber alles der Reihe nach…
Am Vortag des Heiligabend erreichte unseren Zugführer ein Anruf eines Stabsmitarbeiter der Stadt Alfeld (Leine): „…könnt Ihr kurzfristig für 100 Einsatzkräfte Verpflegung zubereiten?“
Schnelle Rückmeldung: „Klar können wir das. Aufgrund der Weihnachtssituation sicher kein Drei-Gänge-Menü, aber wir lassen unsere Kameraden und Kameradinnen unserer Heimatstadt Alfeld (Leine) sicher nicht im Regen stehen!“
Dann begann doch das leise Hoffen: Bitte, bitte, wenigstens Heiligabend im Kreis der Familie. Erster und zweiter Weihnachtsfeiertag ok,- aber Heiligabend…!?!
Am ersten Weihnachtsfeiertag ging es dann los: Anruf aus dem Einsatzstab der Stadt Alfeld (Leine): „Es ist soweit, Ihr müsst ran!“
Alles klar, die Strukturen stehen. Alarm für die Gruppen Zugtrupp, Verpflegung und Logistik & Technik des DRK-Einsatzzug Limmer. 251000dec2023 der Einsatzmarathon beginnt.
Schubweise werden die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren durch die Gruppe Verpflegung versorgt. Die Gruppe Logistik & Technik leistet hier und da technische Hilfe und der Zugtrupp führt und plant nebenbei eine mögliche Notunterkunft im Raum der Stadt Alfeld (Leine).
Nebenbei gehen die Vorräte (wie geplant) zur Neige. Nachschub muss organisiert werden. Aber auch hier kein Problem.
Dank der guten Kontakte und vorhandenen privaten Telefonnummern der Geschäftsleitung der REWE-Markt T. Dunker oHG, Delligsen können unsere Einsatzkräfte problemlos am ersten Weihnachtsfeiertag „einkaufen“.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Team um Torben Dunker und André Spreng!
Zwischendrin eine Anforderung unseres Gerätewart LoguT: „Uns gehen die Stark- und Lichtstromkabel aus. Kommen wir da an irgendwas ran?“
Parallel ein Anruf aus unserem APH in Gronau (Leine): „Bei uns steht das Wasser vor der Tür. Könnt Ihr uns helfen?“
Natürlich können wir das. Anruf bei einem versierten Mitarbeiter der Firma Wolf Service Elektromaschinenbau in Alfeld (Leine) und Schilderung unseres Anliegens. Kein Problem, uns wird geholfen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Thomas Fischer und seine „Wölfe“!
Einsatzende für den heutigen Tag? Weit, ganz weit nach Mitternacht.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag: Ab 260900dec2023 laufen die Vorkehrungen für den weiteren Einsatz. Irgendwann gegen späten Mittag kommt eine kleine Entwarnung aus dem Einsatzstab der Stadt Alfeld (Leine): „Ihr könnt in Bereitstellung gehen. Derzeit keine akute Einsatzsituation für Euch.“
OK, wir packen dann erstmal ein.
Aber zu früh gefreut. Anruf aus dem Einsatzstab des Landkreises Hildesheim: „Ihr seid erste Wahl für die Errichtung einer Notunterkunft in Sarstedt. Derzeit aber noch keine weiteren Informationen.“
Kaum sind Einsatzmittel und -material aufgeklart, ein weiterer Anruf aus dem Einsatzstab des Landkreises Hildesheim: „Vollalarm für den DRK-Einsatzzug Limmer. Errichten einer Notunterkunft für ca. mindestens 1.250 bis maximal 2.500 Personen in Sarstedt. Bringt alle Feldbetten mit, die Ihr habt!“
OK, es geht also nochmals los. Vollalarm, sammeln, Einsatzbefehl, zunächst den Gerätewagen Betreuung (groß) umladen, Marschverband zusammenstellen und dann mit Sonder- und Wegerechten nach Sarstedt verlegen, wo die Kameraden und Kameradinnen des ASB Hildesheim bereits auf uns warten. Weitere Unterstützung bekommen wir durch die Kreisfeuerwehrbereitschaft 5 (KFB 5) des Landkreises Hildesheim.
Insgesamt werden von uns in zwei Sporthallen über 450 Feldbetten aufgebaut. Dann sind die zugewiesenen Notunterkünfte voll ausgebaut und es geht zurück zum Standort.
Aber so langsam kommt auch bei unseren Einsatz- und Führungskräften der Hunger durch. Anfrage beim Einsatzstab Landkreis Hildesheim nach Verpflegung. Antwort hier relativ knapp: „Möglichst in eigener Regie.“
OK, unsere Gruppenführerin Sanität I hängt sich an das Telefon. Vier vergebliche Versuche. Beim fünften Versuch endlich Glück: „Ja, können wir machen. Lieferung auf Rechnung geht aber leider nicht. Das machen wir nicht. Wir schenken Euch das Essen!“
Nachfrage unserer Gruppenführerin Sanität I: „Sie schenken uns das Essen für 35 Personen?“
Antwort: „Ja klar, das ist das Mindeste was wir für Euch machen können!“
Unsere Gruppenführerin Sanität I sprachlos.
Unsere Gruppenführerin Betreuung, die das Gespräch mitverfolgte ebenfalls sprachlos.
Alle weiteren Einsatz- und Führungskräfte ebenfalls sprachlos.
An dieser Stelle auch hier ein herzliches und ganz großes Dankeschön an das Team um das Sokratis Restaurant in Alfeld (Leine)-Langenholzen.
Pünktlich um 262100dec Abholung der Verpflegung und anschließend Verpflegungsaufnahme.
Gegen 270000dec2023 endlich Einsatzende,- oder doch nicht?
Anruf aus dem Einsatzstab der Stadt Alfeld (Leine) bei unserem Zugführer: „Bernd, seid Ihr noch am Stützpunkt? Wir haben ein Problem. Wir sind wieder im Einsatz und brauchen für rund 60 Einsatzkräfte Verpflegung. Geht da noch was?“
Antwort: „Natürlich geht da für Euch noch was. Du weißt schon, kein Drei-Gänge-Menü, aber wir bekommen was hin. Wann seid Ihr da?“
Einsatzende für den heutigen Tag? Weit, ganz weit nach Mitternacht.
Auch am dritten Einsatztag geht es weiter. Ab 270500dec2023 laufen die Arbeiten für die weitere Verpflegung und technische Unterstützung der Kameraden und Kameradinnen der freiwilligen Feuerwehren.
Bis zum Mittag sind wir hier gebunden und dann geht es an das große Aufräumen.
Einsatzende dann um 271900dec2023 mit dem Stichwort „Status II, Sanitäts- und Betreuungszug 2 Landkreis Hildesheim wieder Einsatzbereit am Standort!“
An dieser Stelle bedankt sich der Zugführer bei allen Einsatz- und Führungskräften des DRK-Einsatzzug Limmer für das nicht selbstverständliche ehrenamtliche Engagement, gerade an Weihnachten!
Ein weiterer Dank für die hervorragende Zusammenarbeit geht an alle beteiligten Einsatzkräfte der „Hochwasserlage Landkreis Hildesheim“. Insbesondere an die Kameraden und Kameradinnen der freiwilligen Feuerwehren der Stadt Alfeld (Leine) und deren unterstützenden Kräfte in nachbarschaftlicher Hilfe, den Kameraden und Kameradinnen der KFB 5 LK-Hildesheim und den Kameraden und Kameradinnen des ASB Hildesheim!
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